Analyse
Wer die Herren der US-Schuldenkrise sind

Mit dem drohenden US-Bankrott zittern die Märkte vor der großen Pleite und einer Massenflucht aus US-Anleihen. Doch nicht nur die Ratingagenturen, auch die Banken selbst entscheiden, ob die Welt den nächsten Crash erlebt.
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DüsseldorfFür ihr Verhalten in der Euro- und der US-Schuldenkrise müssen die Ratingagenturen zurzeit heftige Kritik einstecken: Mit ihren Bewertungen der Kreditwürdigkeit spielen sie sich als Herren über die Finanzmärkte und ganze Länder auf, lautet der Vorwurf. "Sie können ganze Volkswirtschaften in die Krise treiben", meint Ex-Wirtschaftsminister Rainer Brüderle.

Auch im US-Schuldendrama ist ihre Meinung entscheidend: Sollten Republikaner und Demokraten bis Dienstag im Dauerstreit um das Schuldenlimit keine Lösung finden, droht den USA der technische Zahlungsausfall. Für diesen Fall haben Standard & Poor's und Moody's bereits am Mittwoch vor dem US-Kongress gedroht, die US-Kreditwürdigkeit herabzustufen.

Ökonomen erwarten für diesen Fall eine Massenflucht aus US-Staatsanleihen - mit verheerenden Folgen für das weltweite Finanzsystem. „Ein Herabstufen dürfte zu Verkaufsdruck auf dem Treasury-Markt führen“, meint der Chefvolkswirt von Barclays Capital in Deutschland, Thorsten Polleit. Dies hätte wiederum Rückwirkungen auf die Bewertungen von Besicherungen von Finanzgeschäften: Viele Derivate-Transaktionen und ihre Preise stünden in Abhängigkeit von der Kreditqualität der Staatsanleihen.

Zudem sind viele Versicherer, Pensionsfonds und Banken verpflichtet, nur in Papiere von Schuldnern mit höchster Bonität zu investieren. Verlieren die USA dieses Gütesiegel, müssten Großinvestoren ihre Papiere abstoßen - an den Märkten könnte es zu panischen Notverkäufen kommen, die die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 in den Schatten stellen.

Allein europäische Banken hielten in den ersten drei Monaten des Jahres 752,6 Milliarden Dollar (522,6 Milliarden Euro) an US-Papieren, wie aus am Dienstag veröffentlichten Statistiken der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hervorgeht. Man darf die Agenturen also getrost als Herren über die kommende Pleite bezeichnen, die Politiker mit ihrer ausufernden Verschuldung selbst verursacht haben.

Doch auch eine noch obskurere Organisation als die Ratingagenturen hat bei der drohenden US-Staatspleite ein gewichtiges Wort mitzureden: Die International Swaps and Derivatives Association (ISDA), ein Verband von Banken und Hedgefonds. Die meisten Menschen außerhalb des Finanzsektors dürften noch nie von der ISDA gehört haben.

Die ISDA ist für die Dokumentation und Abwicklung der inzwischen durch die Finanzkrise berüchtigten Kreditausfallversicherungen, den sogenannten Credit Default Swaps (CDS) verantwortlich, die die Institute untereinander abschließen. Mit den CDS-Verträgen können sie sich gegen den Bankrott von Firmen und Ländern wie den USA absichern.

Sollte es am Dienstag zur US-Pleite kommen, könnten auch diese Kreditausfallversicherungen für Turbulenzen an den Märkten sorgen: Wenn sie fällig werden, müssten Banken schlimmstenfalls mit Milliardenzahlungen rechnen, die die Massenflucht aus US-Staatsanleihen empfindlich verschärfen würde. Der Effekt wäre zwar wahrscheinlich gering: Laut Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC), einem zentralen Register, dass nahezu alle CDS-Verträge erfasst, belief sich die maximal mögliche Schadenssumme, die Versicherern durch ein US-Pleite droht am 15. Juli auf 4.8 Milliarden Dollar.

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  • Die Seifenoper ist bald zu Ende. Was soll die Aufregung? Es kommt alles wie es kommen soll. Ja was denn? Garnix (garnichts), ja......... wirklich! Setzt weiter auf den Aktien-Gaul. Leute, macht es. Die Protagonisten tragen bereits den Dow und Dax auf die Abschußrampe. In einigen Tagen geht die Post ab. Schmierenkomödien finden einfach so statt, das muß man wissen. Die lachen sich drüben schon tot, wie sich hier die Hosen füllen. Ich hoffe, Ihr habt verstanden.

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