Anders Borg
Schwedens Finanzminister rät zu Sparkurs

Der schwedische Finanzminister Anders Borg ist trotz der schweren Wirtschaftskrise Griechenlands überzeugt, dass ein hartes Sparprogramm der richtige Weg aus der Schuldenkrise ist.
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"Die griechische Regierung muss noch mehr tun, um das Defizit in den Griff zu bekommen", sagte Borg dem Handelsblatt (Freitagsausgabe). Borg erinnerte an die Erfahrungen Schwedens in der Bankenkrise Anfang der 1990er Jahre. "Ein Jahr nach dem Beginn der sehr schmerzhaften Strukturanpassungsprogramme wurde die Lage erst noch schlechter als zu Beginn der Krise. Doch weitere zwei bis drei Jahre später kehrte das Wachstum umso kräftiger zurück", sagte er. Die gleiche Erfahrung machten heute die baltischen Staaten. "Sie hatten weitaus härtere Sparauflagen zu bewältigen als Griechenland. Aber jetzt sind sie wieder auf dem Wachstumspfad", sagte er. Dass Strukturreformen wirkten, habe sich auch in Deutschland an den Hartz-Reformen gezeigt.

Borg empfahl den Griechen, für das Privatisierungsvermögen eine Treuhandanstalt gründen, wie es sie in Deutschland nach der Wiedervereinigung gab. "Damit wäre für alle Investoren sichtbar: Die Privatisierung kommt und die Schuldenlast wird sinken. Aber der Druck, alles schnell verkaufen zu müssen, wäre geringer", sagte er.

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Anders Borg: Schwedens Finanzminister rät zu Sparkurs"

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  • Sparkurs ja, aber er wird in GR nicht ausreichen, weil die Steuerehrlichkeit unterentwickelt ist. Die Südmentalitäten sind mit denen von Mittel- und Nordeuropa nicht zu vergleichen. Auch nach 10 Generationen wird sich nichts spürbar ändern. Ergebnis: Ein EURO-Süd für die Mittelmeerländer, dann werden sie sich über den Wechselkurs regenerieren. Damit auch ein klarer Schuldenschnitt, denn wer weit überhöhte Zinsen als Gläubiger kassiert, muss auch für das Risiko einstehen und nicht den Steuerzahler belasten, der damit nichts zu tun hat. Italien steht wohl auch noch an, denn seit Jahrzehnten werden ca. 30% des Wirtschaftsvolumens schwarz abgewickelt, um das Papier für die Rechnungen zu sparen...Portugal und Spanien passen ebenso in den EURO-Süd. Die EZB könnte den EURO-Nord und den EURO-Süd verwalten. Später kommen noch die Balkanstaaten und die Türkei dazu, sonst wird Deutschland ewiger Transferzahler sein. Sparmaßnahmen sind immer und für alle EU-Staaten angesagt, sogar sehr stark für Deutschland.

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