Angaben korrigiert
Israelische Sicherheitskräfte töten drei Palästinenser

US-Außenminister Kerry bemüht sich, die Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern zu verlängern. Doch das ist jetzt noch schwieriger geworden: Israelische Soldaten haben drei Palästinenser erschossen.
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Dschenin/ Tel AvivBei der versuchten Festnahme eines Hamas-Mitglieds im Westjordanland haben israelische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben drei Palästinenser erschossen. Armee-Sprecher Peter Lerner korrigierte damit bei einer Telefonkonferenz frühere Angaben, es habe bei dem Einsatz am Samstagmorgen im Flüchtlingslager Dschenin vier Todesopfer gegeben.

Zunächst sei der wegen Terroranschlägen gesuchte Hamsa Abu al-Hidscha erschossen worden, nachdem er zwei Israelis verletzt habe. Bei anschließenden Unruhen seien zwei weitere Palästinenser getötet worden. Zuvor habe eine Menschenmenge die Sicherheitskräfte mit Schusswaffen, Sprengsätzen und Steinen angegriffen, sagte Lerner.

Auf die Frage, ob bei dem Einsatz in dem Flüchtlingslager die möglichen negativen Auswirkungen auf die Friedensgespräche Israels mit den Palästinensern berücksichtigt worden seien, antwortete Lerner: „Al-Hidscha war eine tickende Bombe. Es war klar, dass wir handeln mussten.“ Al-Hidscha habe Weisungen der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas erhalten, und seine Planungen für weitere Anschläge gegen israelische Soldaten und Zivilisten hätten sich „in einem fortgeschrittenen Stadium“ befunden, sagte Lerner.

Mindestens weitere acht Menschen wurden am Samstagmorgen im Flüchtlingslager Dschenin verletzt. Die neue Gewalt könnte die Bemühungen von US-Außenminister John Kerry erschweren, die im April ablaufenden Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern zu verlängern.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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