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Angeblich schon 6 000 Zentrifugen in Betrieb: Iran provoziert mit Ausweitung seiner Urananreicherung

Der Iran hat den Westen im Streit um sein Atomprogramm erneut provoziert. Nur eine Woche nach den ersten Gesprächen mit hochrangiger US-Beteiligung und ungeachtet der dabei gesetzten Frist verkündete Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Wochenende, die Urananreicherung in seinem Land ausgeweitet zu haben.

HB TEHERAN. Nach eigenen Angaben besitzt der Iran mittlerweile 6000 entsprechende Zentrifugen. Die internationale Atomenergiebehörde IAEA war bisher nur von 3500 ausgegangen.

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Die Anreicherung von Uran dient der Gewinnung von nuklearem Brennstoff, bildet aber auch die Grundlage für den Bau von Atomwaffen. Experten glauben, dass mit 3000 Zentrifugen in einem Jahr genug Uran für einen Atomsprengkopf hergestellt werden kann.

Der Westen hat der Islamischen Republik ein Anreizpaket angeboten, wenn es seine Urananreicherung einstellt. Vor einer Woche traf der Iran deshalb mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland zusammen. Das Treffen endete ohne konkretes Ergebnis mit einer Frist an den Iran, innerhalb von zwei Wochen eine klare Antwort auf das Anreizpaket zu geben. Versöhnliche Töne des iranischen Chefunterhändlers Said Dschalili und die erstmalige Teilnahme eines hochrangigen US-Diplomaten hatten Hoffnungen auf signifikante Fortschritte geschürt.

Der US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama lobte die Teilnahme des amerikanischen Unterhändlers Bill Burns als wichtige Kehrtwende in der Iran-Politik seines Landes. "Bill Burns ist ein sehr angesehener Mensch und der Iran sollte diese Geste ernst nehmen", sagte er Reuters.

Ahmadinedschad erklärte im staatlichen iranischen Radio, er gehe davon aus, dass der Westen die aktuelle Anreicherung von Uran in rund 6000 Zentrifugen akzeptieren werde, was der Westen bisher jedoch stets strikt ablehnte. An anderer Stelle sprach er von "über 5000" Zentrifugen. Kritiker werfen dem Iran seit langem vor, auf Zeit zu spielen. Der Sicherheitsrat in New York hat bereits dreimal Sanktionen gegen den Golfstaat verhängt.

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