Angebot an USA
Nicaragua will Waffen gegen Medizintechnik tauschen

So ändern sich die Zeiten: Einst bezog die marxistische Führung Nicaraguas Waffen aus dem Ostblock, um die von den USA finanzierten „Contra“-Rebellen zu bekämpfen. Nun sind die Contras Geschichte, der Präsident ist allerdings noch derselbe - und der will die Waffen nun gegen sinnvollere Ware eintauschen.

HB MANAGUA. Staatschef Daniel Ortega bot den USA am Mittwoch an, sämtliche tragbare Flugabwehrraketen gegen medizinisches Gerät zu tauschen. „Wir übergeben ihnen die Raketen“, sagte Ortega am Dienstag. „Aber nur im Austausch gegen medizinische Technik - und kein Material aus zweiter Hand.“ Außerdem würde sein Land Hubschrauber im Austausch gegen die Waffen akzeptieren.

Die Regierung in Washington hatte das verarmte Land dazu aufgefordert, die mehr als 1 000 Raketen des Typs SA-7 aus der ehemaligen Sowjetunion zu zerstören oder an die USA abzugeben. Die USA befürchten, dass die Waffen in die Hände von Terroristen gelangen könnten, um Anschläge gegen Flugzeuge auszuüben.

Bislang wollte Nicaragua 650 der Raketen zerstören und den Rest zum Zweck der Selbstverteidigung behalten. Die ehemalige Sowjetunion hatte in den 1980er Jahren Nicaragua während eines Bürgerkriegs mit den Waffen beliefert. So sollte die marxistische Regierung unter Führung von Ortega in ihrem Kampf gegen Rebellen gestärkt werden, die von den USA unterstützt wurden.

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