Angriff auf Raketenstützpunkt
Israel soll Luftschlag auf Syrien geführt haben

Bei einem Raketenangriff soll in der Nacht ein syrischer Luftwaffenstützpunkt zerstört worden sein. Laut Medienberichten könnte Israel für den Angriff verantwortlich sein – doch eine Militärsprecherin wiegelt ab.

Tel Aviv/IstanbulIsraelische Kampfflugzeuge haben einem Medienbericht zufolge den syrischen Luftwaffen-Stützpunkt am Mittelmeer angegriffen. Ziel des Einsatzes in der Nacht zum Donnerstag seien Raketen und Zubehör gewesen, die auf dem Gelände nahe der Hafenstadt Latakia lagerten und aus israelischer Sicht für die pro-iranische Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon bestimmt gewesen sein könnten, zitierte der Sender CNN einen nicht näher benannten Vertreter der US-Regierung.

Regimetreue syrische Medien hatten zuvor berichtet, eine Rakete sei aus Richtung Mittelmeer gekommen und möglicherweise von der israelischen Marine abgefeuert worden. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Eine israelische Militärsprecherin sagte: „Wir äußern uns nicht zu solchen Berichten.“ Nach Informationen der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter wurde ein Stützpunkt in Al-Sanober Dschibla südlich Latakias getroffen.

Das Zweite Israelische Fernsehen berichtete, Ziel des Angriffs sei ein hochmodernes Flugabwehrsystem Syriens gewesen. Satellitenaufnahmen des angegriffenen Gebiets zeigten den Angaben zufolge eine Batterie russischer Abwehrraketen des Typs S-125 Newa. Außerdem sei eine Batterie von SA-3 Raketen zu sehen, einschließlich eines Kommandozentrums mit Radar, das die Raketen und ihre Ziele überwachen kann. Die Raketen hätten eine Reichweite von 35 Kilometern und könnten Sprengköpfe mit einem Gewicht von 70 Kilo tragen, hieß es in dem Bericht.

Die israelische Armee hatte seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien vor etwa zwei Jahren mehrere militärische Ziele in dem arabischen Nachbarland angegriffen. Dabei soll es darum gegangen sein, den Transport von Waffen an die pro-iranische Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon zu verhindern.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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