Angriff auf Schiiten-Dorf
Schiitische Geiseln im Irak befreit

Irakische Sicherheitskräfte haben 15 schiitische Familien aus der Gewalt sunnitischer Extremisten befreit. Wie viele Menschen noch festgehalten werden, ist unklar.

HB BERLIN. In dem irakischen Dorf Madain haben Polizisten und Nationalgardisten in der Nacht zu Sonntag 15 Familien befreit, die von bewaffneten Sunniten als Geiseln genommen worden waren. Wie viele Menschen sich weiterhin in den Händen der Extremisten befinden, ist laut Medienberichten unklar. Nach bisherigen Informationen hatten die Geiselnehmer mehr als hundert Menschen in ihre Gewalt gebracht.

Es habe ein kurzes Gefecht gegeben, teilte das irakische Verteidigungsministerium mit. Die Streitkräfte suchten daraufhin das Dorf ab und nahmen fünf Geiselnehmer fest.

Anwohnern berichteten, dass die sunnitischen Geiselnehmer alle Schiiten zum Verlassen des Ortes zwingen wollten. Andernfalls wollten sie die Geiseln ermorden.

Nach Angaben des Obersten Rates für eine Islamische Revolution (SCIRI), einer schiitischen Partei, hatten die Extremisten am Donnerstagabend zunächst die Moschee von Madain angegriffen. Anschließend seien 100 Vermummte durch den Ort gefahren und hätten zwischen 35 und 100 Schiiten als Geiseln genommen, überwiegend Jugendliche und alte Männer.

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