Angriffe auf Bill Clintons Ehefrau
Ist Hillary hässlich oder nicht?

Hillary Clinton feiert heute ihren 59. Geburtstag. Sie könnte Amerikas erste Präsidentin werden. Selbst US-Vizepräsident Dick Cheney bescheinigt ihr gute Aussichten auf einen Sieg bei der Wahl 2008. Clintons Gegner sind alarmiert und eröffnen bereits jetzt eine beispiellose Schlammschlacht. Dabei geht es einzig und allein um die Frage: Ist Hillary Clinton hässlich oder nicht?

DÜSSELDORF/WASHINGTON. Das Lob kommt aus den feindlichen Reihen: Der Republikaner und US-Vizepräsident Dick Cheney outete sich in einem Fernsehinterview jüngst als Hillary-Fan: Sie sei eine „äußerst beeindruckende Kandidatin“, sagte Cheney. „Ich hoffe aber, dass sie es nicht schafft.“

Nicht schaffen soll die Demokratin den Sieg bei den nächsten US-Präsidentschaftswahlen. Das Jahr 2008 könnte Hillary Clintons Jahr werden. Endlich soll sie sich für das höchste Amt der Vereinigten Staaten bewerben. Nachdem sie ein Vierteljahrhundert im Schatten ihres Mannes stand, erst als First Lady in Arkansas und dann als First Lady in Washington.

Wenige politische Gegener werden in diesem Kampf mit Clinton so sanft umgehen wie Dick Cheney. Viele fürchten sie derart, dass sie sie am liebsten ausschalten würden, bevor sie überhaupt Wirklichkeit werden kann. Einen Vorgemack auf die Wahlschlacht um den Einzug ins Weiße Haus erhält Clinton bereits jetzt. Zwei Wochen vor der Senatoren-Wahl in New York hetzt ihr Herausforderer, der Republikaner und Vietnam-Veteran John Spencer (59), die Öffentlichkeit gegen sie auf. Seit 2001 ist Clinton Senatorin für den US-Bundesstaat im Senat der Vereinigten Staaten.

Spencer eröffnete eine Schlammschlacht, die in den Medien des Landes gleich große Aufmerksamkeit fand. Abgesehen hat es Spencer dabei vor allem auf Clintons Äußeres. In einem Interview mit der Zeitung "Daily News" erklärte er: "Sie war früher so hässlich, dass sie Millionen in Schönheitsoperationen stecken musste. Ich weiß gar nicht, warum Bill Clinton sie geheiratet hat."

Einem Journalisten zufolge griff Spencer zudem noch Clintons Sexualität an: "Solange ich Sie nicht Lesbe nenne, bin ich auf der sicheren Seite", soll er gewitzelt haben. Doch Spencer streitet diese Äußerung vehement ab. Dafür geht seine Strategie auf. Tatsächlich diskutiert Amerika nun über die Frage: "Ist Hillary Clinton hässlich oder nicht?"

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Hillary Clinton mit derartigen Vorwürfen auseinandersetzen muss. Ein ehemaliger Redakteur des "New York Times Magazine" und ein ehemaliger Mitarbeiter der Clintons haben Analysen über sie veröffentlicht, und in beiden Fällen schneidet Hillary schlecht ab. Unter dem Titel "Die Wahrheit über Hillary Clinton. Was sie wusste, wann sie es wusste und wie weit sie gehen wird, um Präsidentin zu werden" stellt der Journalist Ed Klein Hillary Clinton als berechnendes Luder dar, das von vorne herein wusste, was Bill mit Monica Lewinsky im Oval Office tat - um dann die Chance zu nutzen, als betrogene Ehefrau Sympathien zu gewinnen.

Selten wurde ein Bewerber um das Präsidentenamt schon im Vorfeld derart persönlich verunglimpft wie diese erste Frau, der man Chancen auf das Amt nachsagt. Trotz der Schlammschlachten – Hillary Clinton dürfte zumindest in New York als Siegerin hervorgehen. Spencers Aussichten, Hillary Clinton abzulösen, sind eher mager. Nach den letzten Umfragen liegt er mit 30 Prozent stolze 35 Prozent hinter der Amtsinhaberin.

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