Angriffe im sunnitischen Dreieck
US-Soldaten erschießen elf Iraker

Drei Tage nach der Kampfansage von US-Präsident George W. Bush an die „Friedensfeinde“ im Irak haben amerikanische Soldaten am Freitag nördlich von Bagdad elf irakische Angreifer erschossen. Das berichteten der britische Sender BBC und der arabische TV-Sender El Dschasira.

dpa BAGDA. „Die Angreifer versuchten, die Patrouille mit leichten Schusswaffen und Panzerfäusten zu treffen, sie wurden jedoch alle getötet, als die Patrouille das Feuer erwiderte“, erklärte das US-Zentralkommando, ohne die genaue Zahl der Getöteten zu nennen. Die Iraker hätten den Soldaten an einer Schnellstraße nahe der Ortschaft Balad aufgelauert.

Innerhalb eines Tages erschossen Iraker bei einer neuen Welle von insgesamt mindestens sechs Angriffen gegen die Besatzungsmacht einen US-Soldaten und verletzten 17 weitere Amerikaner. Alle Angriffe ereigneten sich im so genannten sunnitischen Dreieck, das zwischen Ramadi im Westen, Bagdad im Osten und Samarra im Norden liegt. Wie das US-Zentralkommando in der irakischen Hauptstadt berichtete, beschossen Unbekannte in der Nacht zum Freitag ein Versorgungslager der US-Armee in der Nähe von Balad aus dem Hinterhalt mit einem Mörser. Dabei seien 16 Soldaten verletzt worden, zwei von ihnen schwer, hieß es. Wenige Stunden zuvor war in Bagdad ein US-Soldat erschossen worden, der das Bagdad-Museum bewachte. Bei einem weiteren Zwischenfall in Bagdad verletzte ein unbekannter Angreifer am Freitagmorgen mindestens einen weiteren US-Soldaten.

Der arabische Fernsehsender El Dschasira berichtete zudem von erneuten nächtlichen Angriffen auf ein Quartier der Amerikaner in der westirakischen Stadt Ramadi. Die US-Soldaten hätten das Feuer von ihrem Quartier aus erwidert, sagte ein Reporter des Senders in Ramadi.

Das US-Militär berichtete unterdessen, am Donnerstag habe ein Iraker versucht, in der Nähe des „zivil-militärischen Zentrums für humanitäre Hilfe“ der Amerikaner in Bakuba nördlich von Bagdad eine Bombe zu platzieren. Die vorzeitige Explosion der Bombe habe den Mann jedoch getötet sowie drei weitere Iraker verletzt. Irakische Polizisten, die vor Ort ermitteln wollten, wurden nach Angaben des US-Zentralkommandos von einer aufgebrachten Menge verjagt. US- Soldaten hätten die Menge daraufhin auseinandergetrieben. Unterdessen stellte sich Mudhat Aagad Chalaf, ein ehemaliger Offizier einer Spezial-Geheimdiensteinheit des Regimes von Saddam Hussein, der US-Armee. Wie die amerikanischen Militärs berichteten, wurde er für weitere Verhöre in Gewahrsam genommen.

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