Angriffs auf GSG-9-Beamte im Irak
Schily ordnet Untersuchung an

Innenminister Otto Schily (SPD) hat bereits unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls im Irak, bei dem höchstwahrscheinlich zwei GSG-9-Beamte getötet worden sind, eine Untersuchung eingeleitet. Er will die Ergebnisse dem Innenausschuss und dem Bundestag vorlegen, sagte Ministeriumssprecher Rainer Lingenthal am Mittwoch in Berlin.

HB BERLIN. Nach derzeitigem Stand seien Vorwürfe aus der Opposition unberechtigt, wonach der Transport der Bundesgrenzschutz-Beamten in den Irak unüberlegt gewesen sei.

Letzte Gewissheit über das Schicksal der beiden Elite-Polizisten gab es auch eine Woche nach dem Angriff nicht. Die Sicherheitslage sei schwierig und der Bewegungsspielraum auf Grund der Kämpfe eingeengt, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes (AA), Antje Leendertse. Trotz der verstärkten Angriffe auf Ausländer gebe es bislang bei keiner der diplomatischen Vertretungen der EU in Bagdad „konkrete Pläne für den Abzug“.

Die Beteiligten vor Ort könnten noch nicht eingehend befragt werden, weil sie noch unter Schock stünden, sagte Lingenthal. Er kritisierte die Veröffentlichung des Fotos eines der Opfer in der „Bild“-Zeitung: Damit würden Persönlichkeitsrechte verletzt.

Beide Ministeriumssprecher rechtfertigten die Entscheidung für den Transport der beiden Beamten in einem Autokonvoi von der jordanischen Hauptstadt Amman nach Bagdad. Lingenthal sagte, der Landweg sei bereits 25 Mal eingeschlagen worden, ohne dass es zu Zwischenfällen gekommen sei. „Gleichwohl ist keine Fortbewegung im Irak ungefährlich.“ Leendertse sagte, der Luftweg sei nicht in Frage gekommen, weil entsprechende Transportkapazitäten den USA und ihren Koalitionskräften vorbehalten seien. Lingenthal fügte hinzu, dass die Beamten ihre Waffen und Sicherheitsausrüstung auf dem Luftweg nicht mitnehmen dürften.

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