Angst vor Mers-Krise
Südkorea beugt mit Finanzspritze vor

Mit rund acht Milliarden Euro will Südkorea über einen Nachtragshaushalt die wirtschaftlichen Folgen von Mers abfedern. Mehrere Tausend Menschen sind derzeit in Quarantäne oder bleiben aus Angst vor dem Virus zuhause.
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SeoulZur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen des Ausbruchs der Atemwegskrankheit Mers will die Regierung in Südkorea einer Agenturmeldung zufolge einen Nachtragshaushalt verabschieden.

Die umgerechnet rund acht Milliarden Euro schwere Finanzspritze solle zur Hälfte die entgangenen Steuereinnahmen auffangen und zur anderen Hälfte für Extra-Ausgaben zur Verfügung stehen, zitierte die Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch einen ranghohen Politiker der Regierungspartei. Eine offizielle Bestätigung der Regierung war zunächst nicht zu erhalten.

Die wachsende Zahl der Infektionen hatte zu einer deutlichen Abschwächung des Konsums geführt. Zuletzt hatte auch die Ratingagentur Moody's erklärt, die Mers-Krise belaste das Verbrauchervertrauen inmitten eines ohnehin schwachen Binnenkonsums. Dies könne die gerade einsetzende Erholung der Wirtschaft gefährden.

Mittlerweile starben mehr als 20 Menschen in Südkorea an dem Middle East Respiratory Syndrome (Mers), 179 sind daran erkrankt. Es ist der größte Ausbruch der Krankheit außerhalb der Arabischen Halbinsel. Mehrere Tausend Menschen sind in Quarantäne. Aus Angst vor einer Ansteckung bleiben viele Südkoreaner zuhause.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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