Angst vor Protesten
Olympischer Fackellauf in Indien verkürzt

Chaos und Proteste in London, Paris und Los Angeles, versteckte Flamme in Buenos Aires – nun hat die indische Regierung die Strecke für den olympischen Fackellauf verkürzt. Exil-Tibeter machen schon mobil.

HB NEU-DELHI. Aus Angst vor Protesten hat die indische Regierung ihre Pläne für den olympischen Fackellauf verändert. Der endgültige Verlauf werde noch bekanntgegeben, sagte der Generalsekretär des indischen olympischen Komittees, Randhir Singh, am Dienstag.

Medienberichten zufolge soll die Fackel am Donnerstag unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen weniger als ein Drittel ihres ursprünglich geplanten neun Kilometer langen Weges durch die Hauptstadt Neu-Delhi zurücklegen. Seit den schweren Unruhen in Tibet im vergangenen Monat gab es in Indien Dutzende Proteste gegen die chinesische Regierung.

Demonstranten stürmten sogar die chinesische Botschaft in Neu-Delhi. Der Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der Tibeter, lebt im Norden Indiens, auch die tibetische Exilregierung ist dort angesiedelt.

Exil-Tibeter kündigten bereits weitere Proteste in Indien an. „Wir müssen gegen das, was China in Tibet tut, protestieren“, sagte ein Anführer. Die Menschen würden weiterhin gegen die Olympische Fackel demonstrieren und mit einem eigenen Fackelmarsch die Unabhängigkeit Tibets fordern. Nach den Protesten vor der indischen Botschaft in Neu-Delhi forderte die Regierung in Peking Indien eindringlich dazu auf, den Fackellauf ausreichend abzusichern.

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