Arabische Liga unterbricht Syrien-Einsatz

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Unter syrischen Regierungsgegnern wird Kritik an Russland laut. Quelle: dapd
Unter syrischen Regierungsgegnern wird Kritik an Russland laut. Quelle: dapd

Russland lehnt Resolutionsentwurf ab

Am Donnerstagabend hatte der UN-Sicherheitsrat über die Eskalation in Syrien beraten. In einem auf Vorstellungen der Arabischen Liga fußenden Resolutionsentwurf werden politische Reformen und ein Ende der Gewalt gefordert. Russland ist mit dem Entwurf nicht zufrieden. Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin zeigte sich nach der Sitzung des UN-Sicherheitsrates am Freitag in New York zwar grundsätzlich gesprächsbereit, bezeichnete den von Marokko eingebrachten Text allerdings als "inakzeptabel".
Der Entwurf, der von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und mehreren arabischen Ländern erarbeitet wurde, sei "inakzeptabel", sagte Tschurkin. Die russische Delegation habe daher erneut die "roten Linien" erläutert, die sein Land nicht überschreiten werde. Dazu zählen Sanktionen und ein Waffenembargo. Russland hat zudem angekündigt, keine Resolution zu verabschieden, in der ein Rückzug von Syriens Präsident Baschar al-Assad verlangt wird.

Wie die Arabische Liga versuche der neue Resolutionsentwurf, Syrien eine Lösung "aufzuzwingen", so Tschurkin. Russland ist seinen Angaben zufolge aber bereit, zumindest weiter über den Text zu verhandeln.

Nach Angaben des britischen UN-Botschafters Mark Lyall Grant soll es am Montag weitere Gespräche geben. Seinen Angaben zufolge werden in dem neuen Entwurf weder Sanktionen noch ein mögliches Waffenembargo genannt. Europäischen Diplomaten zufolge könnte in der kommenden Woche über den Resolutionsentwurf abgestimmt werden. Am Dienstag sind zunächst aber noch der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, und der Regierungschef Katars, Scheich Hamad ben Dschassem al-Thani, im Sicherheitsrat zu Gast.

Arabische Welt

Der Text fordert Unterstützung für den Plan der Arabischen Liga, der unter anderem den Rückzug von Assad vorsieht. Außerdem ermutigt er alle Staaten, sich den im November von der Liga verhängten Sanktionen anzuschließen. Der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig hatte sich vor Beginn der Sitzung zuversichtlicht geäußert, dass es eine "Chance für ein neues Kapitel" im internationalen Umgang mit dem Konflikt in Syrien gebe.

Die internationale Gemeinschaft bemüht sich seit mehr als neun Monaten um eine Lösung des Syrien-Konflikts, bei dem nach UN-Angaben mehr als 5400 Menschen ums Leben kamen. Russland, ein langjähriger Verbündeter Syriens, blockiert zusammen mit der Vetomacht China eine UN-Resolution.

Wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurden beim Vorgehen der syrischen Sicherheitskräfte gegen die Protestbewegung am Freitag erneut 44 Zivilisten getötet. Zudem seien zwölf Mitglieder der Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Besonders viele Zivilisten wurden den Angaben zufolge in Nawa und Homs getötet. Am Donnerstag hatte die Beobachtungsstelle 62 Tote, darunter 43 Zivilisten, verzeichnet. Auch der Chef der Beobachtermission der Arabischen Liga, der sudanesische General Mohammed Ahmed Mustafa al-Dabi, beklagte eine "starke" Zunahme der Gewalt in Homs, Hama und Idleb.

Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF wurden seit Beginn der Proteste mindestens 384 Minderjährige getötet. Wie die stellvertretende UNICEF-Direktorin Rima Salah sagte, waren die meisten von ihnen Jungen.

  • 30.01.2012, 17:10 Uhrbeate

    Bitte anschauen ...

    http://de.ibtimes.com/articles/25239/20120126/orientexperte-prof-dr-g-nter-meyer-die-wahrheit-ber-syrien.htm

  • 29.01.2012, 00:09 UhrAnonymer Benutzer: Victor

    Die Kritik an der syrischen Regierung ist Hohn und unglaubwürdig. Unabhängig von der Tatsache, daß die Rebellen im Ausland ausgebildet und von westlichen Geheimdiensten nach Syrien eingeschleust wurden, berechtigt ihr militärischer Einsatz den vollen und kompromisslosen Einsatz des syrischen Militärs. Auch die deutsche Regierung ist bereechtigt, mit aller waffentechnischen Macht gegen eine Terrororganisation auf deutschem Boden vorzugehen. Sie macht es ja sogar im Ausland wie zB. in Afghanistan gegen die Taliban oder AlCaida. Hier wird also mit zweierlei Maß gemessen.

  • 28.01.2012, 20:34 UhrAnonymer Benutzer: roby

    http://www.voltairenet.org/de

    Ich Glaube das sagt doch alles.

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