Ankara
Türkische Polizei vereitelt verheerenden Anschlag

In der türkischen Hauptstadt Ankara hat die Polizei in einem Parkhaus einen Kleinbus aufgespürt, der eine 300 Kilogramm schwere Sprengladung an Bord hatte. Die Attentäter hatten erneut zum Düngemittel-Grundstoff Natriumnitrat gegriffen - wie bei den Istanbul-Anschlägen 2003.

HB ANKARA. Damit sei eine Katastrophe verhindert worden, sagte der Gouverneur von Ankara, Kemal Önal. Die Polizei hatte Spürhunde eingesetzt und umliegende Gebäude vorsorglich evakuiert. Önal sagte, an dem Minibus seien gefälschte Kennzeichen angebracht gewesen. Das Fahrzeug wurde abtransportiert.

Natriumnitrat - ein Grundstoff für Düngemittel und Feuerwerksraketen - war bereits bei den tödlichen Bombenanschlägen in Istanbul 2003 eingesetzt worden. Dabei hatten türkische Staatsbürger mit Verbindungen zum Terrornetz El Kaida zwei Synagogen, das britische Konsulat und eine Filiale einer Londoner Bank angegriffen. Mehr als 50 Menschen waren dabei ums Leben gekommen.

Anschläge waren in der Türkei auch von kurdischen Rebellen und Linksextremisten verübt worden. So hatte ein Selbstmordattentäter im Mai in Ankara sechs Türken getötet. Nach Angaben der örtlichen Behörden hatte der Attentäter Kontakte zur illegalen kurdischen Untergrundorganisation PKK.

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