Anklage gegen Taylor
Liberia beschwert sich in Den Haag

Liberia hat sich beim Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen in Den Haag über die Anklage gegen Präsident Charles Taylor als Kriegsverbrecher beschwert. Diese sei nicht mit der Immunität für amtierende Staatsoberhäupter zu vereinbaren, lautete die Begründung nach einem Bericht des französischen Senders RFI vom Mittwoch.

HB/dpa MONROVIA/NAIROBI. Das von den Vereinten Nationen unterstützte Sondergericht für Sierra Leone hat Taylor wegen seiner Verwicklung in den zehn Jahre dauernden Bürgerkrieg im Land angeklagt. Im Fall einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

Taylor hatte seinen von den USA geforderten Gang ins Exil unter anderem davon abhängig gemacht, ob die Anklage gegen ihn fallen gelassen wird. Am Dienstag hatte er in einem Telefonat mit seinem südafrikanischen Amtskollegen Thabo Mbeki erstmals den 12. August als spätesten Abreisetermin genannt. Anschließend habe ein nigerianischer Politiker jedoch die Befürchtung geäußert, dass Taylor seine Meinung geändert habe und erneut Bedingungen stelle, berichtete der britische Sender BBC.

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