Anklageerhebung erst nach Bekanntwerden der Vorkommnisse in Abu Ghraidb
US-Soldaten sollen irakischen General ermordet haben

Vier US-Soldaten sind des Mordes an einem irakischen General angeklagt worden. Sie sollen den Generalmajor der Luftverteidigung im November während eines Verhörs erstickt haben.

HB WASHINGTON. Die Soldaten stünden im Verdacht, den Iraker während eines Verhörs in der Stadt Al-Kaim nahe der syrischen Grenze mit dem Kopf in einen Schlafsack gesteckt zu haben. Einer der Männer habe sich auf seinen Brustkorb gesetzt, woraufhin der Iraker erstickt sei. Das teilte die US-Armee am Montag mit.

Die inzwischen in die USA zurückgekehrten Soldaten befinden auf freiem Fuß und verrichten weiter ihnen Dienst. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen lebenslange Haftstrafen.

Das US-Militär hatte zunächst erklärt, der General sei vermutlich eines natürlichen Todes gestorben. Die Todesursache war erst in Frage gestellt worden, nachdem Berichte über die Misshandlungen von irakischen Gefangenen durch US-Soldaten im Bagdader Militärgefängnis Abu Ghraib veröffentlicht worden waren.

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