Ankündigung via Twitter

Trump entscheidet heute über Klimaabkommen

Auch die Zukunft des Planeten behandelt Donald Trump wie eine TV-Show. Via Twitter lässt der US-Präsident die Welt wissen, dass er seine Entscheidung zum Pariser Klimaabkommen am Donnerstag verkünden wird.
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Am Donnerstag wird der US-Präsident Donald Trump seine Entscheidung zum Klimaabkommen kundtun. Quelle: Reuters
Donald Trump

Am Donnerstag wird der US-Präsident Donald Trump seine Entscheidung zum Klimaabkommen kundtun.

(Foto: Reuters)

WashingtonUS-Präsident Donald Trump will am Donnerstag seine mit Spannung erwartete Entscheidung verkünden, ob die USA aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen oder nicht. Er kündigte im Kurznachrichtendienst Twitter eine Erklärung für 15 Uhr (Ortszeit, 21 Uhr MESZ) im Rosengarten des Weißen Hauses an. Seine Nachricht schloss er mit den Worten: „MAKE AMERICA GREAT AGAIN!“ (zu Deutsch etwa: „Amerika wieder großartig machen!“). Zuvor hatten sich Anzeichen verdichtet, dass der Republikaner die historische Vereinbarung aufkündigen will.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnte Trump vor einem solchen Schritt. „Ich bin ein Transatlantiker. Aber wenn der amerikanische Präsident in den nächsten Stunden oder Tagen sagen würde, er will aus dem Pariser Abkommen aussteigen, dann ist es die Pflicht Europas zu sagen: So geht das nicht“, sagte Juncker am Mittwochabend bei einer Diskussionsveranstaltung der Bundesvereinigung der Arbeitgeber und der Schwarzkopf-Stiftung in Berlin.

Juncker rief die Gefahren des Klimawandels in Erinnerung. „Da geht es nicht nur um die Zukunft der europäischen Menschheit, es geht vor allem um die Zukunft der Menschen andernorts.“ 83 Länder liefen Gefahr, von der Erdoberfläche zu verschwinden, wenn der Kampf gegen den Klimawandel nicht resolut geführt werde, sagte der Kommissionspräsident.

Trump wollte am Mittwoch nicht sagen, ob er dazu tendiert, das Abkommen aufzukündigen. „Ihr werdet es bald herausfinden“, sagte der Republikaner auf Fragen von Journalisten. Auch sein Sprecher Sean Spicer machte keine Angaben dazu, ob Trump sich bereits entschieden habe. „Er ist der, der das letzte Wort hat“, erklärte er lediglich. Einige Stunden später kündigte Trump dann seine offizielle Erklärung an.

Schon zuvor hatte der Nachrichtenblog Axios berichtet, Trump habe eine Grundsatzentscheidung gefällt. Axios berichtete weiter, die Modalitäten eines Austritts seien jedoch noch nicht entschieden. Darüber werde in einem kleinen Kreis im Weißen Haus beraten.

Trump könnte den langwierigen Prozess eines Rückzugs aus dem Pariser Abkommen anschieben, aber auch aus der Klima-Rahmenkonvention der Vereinten Nationen austreten, die seit 1994 in Kraft ist. Letzteres wäre ein noch radikalerer Schritt.

Sollte es zum Austritt kommen, wäre dies nach langer interner Debatte ein Sieg für die Radikalen im Weißen Haus um Trumps Strategieberater Stephen Bannon und Berater Stephen Miller. Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und auch seine Tochter Ivanka sollen gegen einen Austritt sein. In Umfragen sprachen sich zwei Drittel der Amerikaner für einen Verbleib aus.

Nicht zuletzt hatte die Energiebranche in den USA sich zu großen Teilen gegen einen Austritt aus dem Pariser Abkommen ausgesprochen. Auch die sechs anderen Staats- und Regierungschefs beim zurückliegenden G7-Gipfel am Wochenende auf Sizilien hatten versucht, Trump von der Bedeutung der Klimaübereinkunft zu überzeugen.

In dem Abkommen hatten sich 195 Staaten im Dezember 2015 in Paris darauf geeinigt, die Erderwärmung durch den Treibhauseffekt auf „deutlich unter zwei Grad“ im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

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  • @ Ohne CO2 gäbe es kein Leben, weil es die Pflanzen zur Fotosynthese brauchen

    >> Ohne CO2 gäbe es kein Leben, weil es die Pflanzen zur Fotosynthese brauchen >>

    Sie kommen der Sache so langsam näher und fangen an zu begreifen, dass die ERDE einen Automatismus in seiner natürlichen Regelfunktion hat.....Gott sei Dank !

    Vergleichen sie doch mal die ERNTENVOLUMINA der Zeit, als es auf Erden noch 1 Mrd. Menschen zu ernähren gab, mit der ERNTENVOLUMINA heutiger Zeit, die mehr als 7 Mrd. Menschen aufweist.

    Gäbe es den Anstieg des so nützlichen CO² nicht, hätten wir KEINE LEBENSMITTEL, um diese Massen von Menschen zu ernähren. Milliarden Menschen würden von Hungersnot sterben.

    Und jetzt legen sie doch mal diese Weisheit auf ihre Waagschale....???!!!!!





  • Eine simple Herleitung einer Gleichung mit Exponentialfunktion ist nicht science fiction. Das findet man in jedem Mathe-Buch der 10.Klasse (zumindest war das vor 40 Jahren so).

    Natürlich ist der natürliche CO2-Vorrat der Erde riesengroß. Ohne CO2 gäbe es kein Leben, weil es die Pflanzen zur Fotosynthese brauchen. Aber: Dadurch dass wir große Mengen an eingelagertem CO2 aus fossilen Brennstoffen in sehr kurzer Zeit freisetzen, können wir das natürliche Gleichgewicht aus dem Takt bringen. Wenn man eine Waage auf jeder Seite mit 10 Kg belastet, bleibt sie in Ruhe, legt man auf eine Seite nur wenige Gramm mehr drauf, kommt sie aus dem Gleichgewicht. Ergebnis ist die Mauna Loa Messreihe

    Wir beuten die Rohstoffe der Erde mit einer irrsinnigen Geschwindigkeit aus und es ist uns nicht viel eingefallen, wie wir die Zukunft meistern können: Atomkraft produziert 1000e Jahre strahlenden Müll, die Kernfusion bekommen wir nicht gebacken und auch nicht die großtechnische Speicherung elektrischer Energie, und die Umwandlung von Solar- in elektrische Energie hat einen schlechten Wirkungsgrad. Weder Smartphones noch selbstfahrende Autos werden die Welt können. Uns hat man an der Uni damals beigebracht, wir hätten als Ingenieure eine Verantwortung für die Gesellschaft. Besteht die ausschließlich darin, den Profit des Unternehmens zu steigern, für das man arbeitet? Soll man die technisch und naturwissenschaftlich Ahnungslosen einfach reden lassen und die wertvolle eigene Zeit für eigene Ziele einsetzen? Ich bin Kleinunternehmer und tue, was ich im Rahmen meiner beschränkten Möglichkeiten tun kann. Aber wo sind die ganzen Professoren in dieser Debatte? Wir brauchen eine zukunftsorientierte, ehrliche und technisch fundierte Diskussion.
    "Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern, denn sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote und brechen den ewigen Bund. Darum frisst der Fluch die Erde und büßen müssen's die darauf wohnen", Jesaja, 24, 5-6. So wird es wohl kommen.

  • Merkwürdig ist, daß die" Klimaforscher" das Wetter von morgen nicht kennen aber den Einfuß eines Spurengases auf das Klima jahrelang im Vorhinein kennen.
    Ich bin begeistert über soviel Kenntniszugewinn auf diesem speziellen Gebiet des
    CO2 Gases.

  • http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13466483/Die-CO2-Theorie-ist-nur-geniale-Propaganda.html

  • @ Herr Stefan Nold

    >> Wenn in 50 Jahren der CO2-Gehalt um 25% ansteigt, um wieviel steigt er dann in 100 Jahren, in 500 Jahren, in 2000 Jahren >>

    Ihr Beitrag ist ein PARADEBEISPIEL der Angsteinflößender Argumentation aus der Ecke der KLIMA-SEKTE.

    Sie versuchen mit UNDURCHSICHTIGEN, hochkomplexen Science-Fiction-Formeln ( in der Computersprache spricht man dabei von Modellierung ) dem Otto-Normalverbraucher mittels Angsteinjägender Zahlen ihre Willen aufzuzwingen und ihn in ihrem Sinne zu belehren !

    Alle Ihre Berechnungen und Formelnangaben können Sie sich sparen,

    zumal der ANTEIL des CO² Gases in der Atmosphäre, die die Sonneneinstrahlung absorbiert,

    weniger als 0,04 % beträgt !

    Damit ist eigentlich alles gesagt !

  • Hallo Herr Nold...

    es ist faszinierend wie leicht sich studierte Mitmenschen einen Bären aufbinden lassen.

    Zahlen des IPCC (Klimaschwindler)

    Aktuell betragen die CO2 Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe ca. 35 Mrd. to/Jahr. Die Gesamtemissionen der Erde 815 Mrd. to.

    Das akkumulierte CO2 (Kohlenstoff) in Ozeanen, Vegetation, Atmosphäre beträgt 150 Billionen to. Das bedeuted dass wenn wir Menschen in 100 Jahren 3,5 Billionen to in die Biosphäre emittieren würden, dies um etwa 2% der aktuellen Menge erhöhen würden.

    Meines Erachtens ist der Prozess dynamisch. Bei einer Erhöhung des CO2 Gehalts der Biospäre würden sich chemische, z.B. Sedimentation und biologische Prozesse zugunsten einer höheren Ablagerung verschieben.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Wenn in 50 Jahren der CO2-Gehalt um 25% ansteigt, um wieviel steigt er dann in 100 Jahren, in 500 Jahren, in 2000 Jahren? Rechnen wir die Sache mit 500 Jahren durch (passt gerade zum Luther-Jahr).
    Wenn K der jährliche Anstieg ist, gilt entsprechend den Langzeitmessungen am Mauna Loa:

    K**50 = 1.25 (1)
    50 ln K = ln 1.25 (2)
    ln K = ln1.25 / 50 (3)
    Anstieg in 500 Jahren sei X:
    500 ln K = ln X (4)
    (3) eingesetzt in (4)
    ln X =( 500 * ln1.25) /50
    ln X = 10 * ln1.25 (ln 1.25 = 0.223, Taschenrechner oder Tabellenbuch)
    ln X = 2,23
    X = e**2,23 = 9,31

    Wenn wir so weiter machen wie bisher, haben wir in 500 Jahren die 9-fache CO2-Konzentration (und in 2000 Jahren die 7.500 fache) der heutigen. Wenn der CO2-Anstieg natürliche Ursachen hätte, dann wäre der CO2-Anteil zu Luthers Zeiten um das 9-fache geringer gewesen. Nein, der CO2-Anstieg ist in erster Linie bedingt durch den gigantischen CO2-Ausstoß der letzten 50 Jahre. Das ist weder "ökoreligiöser Quatsch" noch Fake News - das ist Mittelstufenmathematik.

    Stephen Hawking meint, wir müssten uns in 100 Jahren einen anderen Planeten suchen. Wo der sein soll und wie das gehen soll sagt er nicht. Den CO2-Ausstoß zu senken scheint mir die einfachere Alternative.

  • Trump wird mir immer sympathischer, endlich einer der den Anfang von Ende dieses ganzen Humbug macht.
    Solange die Grünen/innen hier Wald abholzen um Windmühlen aufzustellen und die es in BW genehmigt haben, eine Fluglinie vom Bodensee in die Schweiz einzurichten (Flugzeit 8 min.) sollten die sich ganz arg mit ihrer belehrenden Art und Weise zurückhalten.
    Es kommt ja auch bei vielen Wählern nicht mehr gut an.

  • Titel: "Trump entscheidet heute über Klimaabkommen"

    Das macht er bestimmt nicht. Trump entscheidet genauso wenig über das Klimaabkommen, wie er darüber entscheiden kann, ob die Sonne aufgeht.

    Das einzige, was er heute machen könnte, ist der Welt zu verkünden: "Zusagen einer US-Regierung sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen"

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