Ankurbelung der Wirtschaft: Cameron will als G8-Chef Freihandel ausweiten

Ankurbelung der Wirtschaft
Cameron will als G8-Chef Freihandel ausweiten

Großbritannien hat wieder den Vorsitz der G8 übernommen – und gibt sofort die Marschrichtung vor. Zwei Baustellen für Premier David Cameron genügend: Freihandelsabkommen und der Kampf gegen Steuerhinterziehung.
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LondonZu Beginn des britischen G-8-Vorsitzes hat Premierminister David Cameron die übrigen G8-Staats- und Regierungschefs zu gemeinsamen Maßnahmen zur Ankurbelung des weltweiten Wirtschaftswachstums aufgefordert. „Es ist klar, dass die Welt sich 2013 weiterhin mit großer wirtschaftlicher Unsicherheit konfrontiert sieht“, schrieb Cameron am Mittwoch zu Beginn des britischen Vorsitzes der Gruppe der acht reichsten Länder. Zwar werde sich jedes Land zu Recht eigenen Herausforderungen widmen, mit gemeinsamen Maßnahmen könne jedoch der Wohlstand weltweit gefördert werden.

Cameron nannte drei Prioritäten für das Jahr 2013: die Ausweitung des Freihandels, der Kampf gegen Steuerhinterziehung sowie gegen die Korruption. Es komme dabei vor allem darauf an, dass langfristige Veränderungen erreicht würden, schrieb der britische Premier an die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas, Japans, Russlands und der USA.

Bei den Gesprächen zum Freihandel könne die G-8-Gruppe eine Führungsrolle übernehmen, schrieb Cameron. Zugleich könne sie beim Kampf gegen Steuerhinterziehung ein gemeinsames Vorgehen auf internationaler Ebene anstoßen. Ein stärkerer Fokus müsse zudem auf „Transparenz, Verantwortung und offene Regierungsführung“ in den Beziehungen zu Entwicklungs- und Schwellenländern gelegt werden.

Großbritannien hatte zuletzt 2005 den G-8-Vorsitz inne. Der G-8-Gipfel im schottischen Gleneagles wurde damals von den Anschlägen auf das Londoner Verkehrsnetz mit 52 Toten überschattet. Cameron wird den diesjährigen G-8-Gipfel im Juni ausrichten.

„Dieser G8-Gipfel wird nicht die Art von Treffen sein, bei dem wir kurz vor 12 Uhr das Scheckbuch herausholen, etwas Geld versprechen und das dann einen Erfolg nennen“, erklärte Cameron. „Wir reden über langfristige Veränderungen in unseren Ländern und bei den Regeln, die die Beziehungen zwischen ihnen bestimmen.“

Mitglieder der G8-Gruppe sind neben Deutschland und Großbritannien Frankreich, Italien, die USA, Japan, Kanada und Russland.

 
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Solange die britische Krone über genügend Schutzhäfen weltweit verfügt, bleibt alles Makulatur was eine "Ausgewogenheit" in globaler und nationaler Finanzdeklarationen angeht. Was bitte schön, möchte Herr Cammeroon uns mit seiner Forderung mitteilen?

    Richtig, wir machen die Musik, die ihr bestellt habt, aber wir sagen euch schon im Vorfeld auf uns könnte ihr zählen. Wir sind voll gegen eure eigene Meinung. Its real, its fair only.

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