Anleihenkäufe: EZB-Geld soll Italiens Wirtschaft wachsen lassen

Anleihenkäufe
EZB-Geld soll Italiens Wirtschaft wachsen lassen

Der geplante Kauf von Staatsanleihen durch die EZB lässt Italiens Finanzexperten ihre Wirtschaftsprognosen nach oben korrigieren. Für europäische Notenbanker ist das ein Signal dafür, dass das Programm Wirkung zeigt.
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MailandDas milliardenschwere Anleihe-Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) lässt Italien auf ein stärkeres Wirtschaftswachstum hoffen. Die Notenbank des schwächelnden Euro-Landes schraubte am Samstag ihre Prognose nach oben: In diesem Jahr werde ein Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von über 0,5 Prozent und 2016 von mehr als 1,5 Prozent erwartet, sagte Zentralbankchef Ignazio Visco auf einer Finanzkonferenz in Mailand. Unlängst hatte die Notenbank ihre Vorhersage für 2015 noch auf 0,4 Prozent gesenkt und stellte bisher für 2016 ein Plus von nur 1,2 Prozent in Aussicht. Doch das im Januar angekündigte Bond-Kaufprogramm zeige bereits Wirkung, sagte EZB-Ratsmitglied Visco.

An den Finanzmärkten habe die Aussicht auf das im März beginnende Programm zu niedrigeren Zinsraten und einem schwächeren Euro geführt, erklärte der Notenbanker. Dies könne „die Inflation in der Euro-Zone bis Ende 2016 besser mit dem angestrebten Niveau von Preisstabilität in Einklang bringen.”

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent an, die Eurozone ist davon aber sehr weit entfernt. Zuletzt wurde für 2015 eine Rate von 0,8 Prozent erwartet. Gefürchtet wird eine Deflation - also eine Abwärtsspirale aus fallenden Preisen auf breiter Front mit nachlassenden Investitionen. Um dies zu verhindern, flutet die EZB die Märkte in einem der größten Anleihe-Kaufprogramme aller Zeiten mit mehr als einer Billion Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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