Anreize für Entwicklungsländer
EU will zahlen, wenn Afrika Flüchtlinge zurücknimmt

Die EU will den Flüchtlingsstrom offenbar mit Geld regeln. Laut eines Medienberichts will sie eine Milliarde Euro in einen Fonds investieren, wenn afrikanische Staaten stärker in der Flüchtlingsfrage kooperieren.
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DüsseldorfNicht jeder Flüchtling erhält Asyl, wenn er nach Europa kommt. Um diese Menschen leichter in ihre Heimatländer abschieben zu können, will die Europäische Union (EU) nun offenbar einen finanziellen Anreiz gerade für afrikanische Länder bieten, damit sie die Menschen ohne europäisches Asyl wieder aufnehmen. Das berichtet der „Spiegel“. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins will die EU für einen Treuhandfonds für Afrika mehr als eine Milliarde Euro zusätzlich auflegen. Um an dieses Geld zu kommen, sollen die Länder aber stärker als bisher mit der EU kooperieren, wenn diese Flüchtlinge in ihre Länder zurückführen will.

„Wenn ein afrikanisches Land bereit ist, eigene Leute zurückzunehmen, die in Europa keine Chance auf Asyl haben, dann sollten wir Europäer das unterstützen“, zitiert das Nachrichtenmagazin den luxemburgischen Außenminister Jean Asselborn. Gleichzeitig spricht er sich aber dagegen aus, Entwicklungshilfe grundsätzlich an die Rückführung von Flüchtlingen zu koppeln, schreibt der „Spiegel“. Doch man könne „positive Anreize“ schaffen.

Die Grünen und die Präsidentin von Brot für Welt kritisieren diese Strategie hingegen, da sie die Probleme dadurch nicht gelöst sehen.

Lisa Hegemann
Lisa Hegemann
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

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