Anschläge auf das Nahverkehrssystem
"Kurzschluss"-Lüge wurde gezielt verbreitet

Die Behauptung der Londoner Bahnpolizei, bei den Explosionen am Donnerstag in der U-Bahn der Stadt habe es sich um einen Kurzschluss gehandelt, war ein Trick, um die Öffentlichkeit zu beruhigen und eine Massenpanik zu vermeiden.

HB LONDON. Wie die britische Zeitung "The Guardian" berichtet, gehörte die Behauptung vom "Kurzschluss" zum Masterplan, den die Sicherheitskräfte für den Fall eines großen Terroranschlags ausgearbeitet haben. Offenbar wussten sämtliche Londoner Polizisten Bescheid: Nach den Anschlägen hatten Bobbys die Menschen am Betreten der U-Bahnhöfe gehindert und zur Begründung auf einen Kurzschluss verwiesen.

Die Zeitung zitiert einen Mitarbeiter der U-Bahn-Betreibergesellschaft: "Als ich das Wort 'Kurzschluss' hörte, wusste ich, das war ein PR-Trick. Die drei betroffenen Bahnhöfe sind an unterschiedliche Stromnetze angeschlossen." Laut "Guardian" verschaffte sich der britische Innenminister Charles Clarke dadurch auch zusätzlich Zeit, um Informationen zu sammeln und zu prüfen, welche Sondervollmachten er benötigte.

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