Anschläge auf U-Bahn "völlig selbstständig" geplant
Terrorverdächtige in New York ohne Kontakte zu Al Kaida

Im Zusammenhang mit geplanten Anschlägen auf die New Yorker U-Bahn sind zwei Männer verhaftet worden. Die Verdächtigen gehören nach Angaben der US-Polizei allerdings nicht zu Al Kaida.

HB BERLIN. Die US-Polizei sieht keine Hinweise auf mögliche Kontakte der am Samstag verhafteten beiden Männer zur Al Kaida oder anderen Terrororganisationen. Das sagte Polizeikommissar Ray Kelly in New York. Die Polizei hatte einen 21-jährigen Pakistaner und einen 19-jährigen US-Bürger verhaftet, die Anschläge auf U-Bahn-Stationen und Polizeiwachen in New York geplant haben sollen.

Die beiden Männer seien nach einem anonymen Hinweis seit einiger Zeit beobachtet worden, so Kelly. Sie hätten darüber gesprochen, Sprengsätze an drei U-Bahn-Station zu deponieren. Nach Einschätzung der Ermittler planten die Männer «völlig selbstständig» auch einen Anschlag auf die U-Bahn an der 34. Straße. Es gebe jedoch bislang keinen Hinweis dafür, dass die Verdächtigen vorgehabt hätten, damit den Wahlparteitag der Republikaner, der nur einen Block weiter stattfinden werde, zu stören, hieß es.

Die Verdächtigen wurden wegen Verschwörung zur Planung eines Anschlages angeklagt. Ein Bundesrichter in Brooklyn orderte Untersuchungshaft an. Das Motiv der beiden Männer sei ein «allgemeiner Hass auf Amerika», sagte Kelly. «Sie hatten eindeutig die Absicht, Schaden anzurichten und Menschen zu töten. Sie hatten nur nicht sofort die Mittel, es zu tun.» Die Männer seien nie in den Besitz von Sprengstoff gelangt.

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