Anschläge im Irak
Mindestens 23 Menschen getötet

Die Gewalt im Irak nimmt offenbar weiter zu. Das Land befindet sich in einer von konfessionellen Spannungen geprägten politischen Dauerkrise. Bei Anschlägen sind mindestens 23 Menschen getötet worden.
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Bagdad Nach offiziellen Angaben wurden bei drei Anschlägen im Zentrum der Hauptstadt Bagdad 21 Menschen getötet und mindestens 47 weitere verletzt. Bei einem Autobombenanschlag nördlich der Stadt Falludscha wurden laut Polizei zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt.

Bei der Explosion einer Autobombe in dem Bagdader Viertel Karrada starben fünf Menschen, sieben weitere bei der wenige Minuten später erfolgten zweiten Explosion, wie das irakische Innenministerium mitteilte. Unter den Toten seien sieben Polizisten. Die Anschläge ereigneten sich in der Nähe einer Polizeistation. Offensichtlich sollten bei einem der Anschläge Gefangene befreit werden. Dies sei aber nicht gelungen, teilte das Innenministerium auf seiner Webseite mit.

Aus Krankenhauskreisen hieß es, bei den beiden Anschlägen seien 19 Menschen getötet worden, darunter fünf Polizisten. 50 weitere Menschen seien verletzt worden. Einer der beiden Anschläge sei ein Selbstmordanschlag gewesen.

Nach Angaben aus dem Gesundheitsministerium wurden bei einem weiteren Selbstmordanschlag ebenfalls im Zentrum Bagdads sieben Mitglieder einer Sondereinheit des Innenministeriums sowie zwei Zivilisten getötet.

Bei einem Autobombenanschlag nördlich der Stadt Falludscha wurden laut Polizei zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt. Nähere Angaben zu dem Anschlag nahe der westlich von Bagdad gelegenen Stadt lagen nicht vor. Laut einer AFP-Zählung stieg die Zahl der Toten bei Anschlägen und anderen Angriffen im Irak auf mindestens 280 Menschen im Juli. Im Vormonat waren es demnach mindestens 282 Menschen gewesen.

Am Montag vergangener Woche waren bei einer Serie von Anschlägen in Bagdad und der nördlichen Umgebung mindestens 113 Menschen getötet worden; es war die folgenschwerste Anschlagsserie seit mehr als zwei Jahren. Die Gewalt im Irak liegt zwar unter dem Niveau von 2006 und 2007, in jüngster Zeit aber hat sie wieder zugenommen. Das Land befindet sich in einer von konfessionellen Spannungen geprägten politischen Dauerkrise.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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