Anschläge in Bombay
Deutscher Manager: Urlaubsreise endet tödlich

Bei den Terroranschlägen im indischen Bombay ist auch ein deutscher Unternehmer ums Leben gekommen. Ralph Burkei stürzte bei der Flucht vor den Terroristen von der Fassade des Luxushotels "Taj Mahal". Eigentlich wollte er heute aus dem Urlaub nach Deutschland zurückkehren.

HB MÜNCHEN. Nur noch wenige Stunden, dann hätte der Münchner Medienunternehmer Ralph Burkei das Flugzeug zurück nach Deutschland bestiegen. Doch in der Nacht zum Donnerstag erschüttern Schüsse und Explosionen das Hotel "Taj Mahal" in Bombay. Feuer bricht aus, Burkei und seine Lebensgefährtin versuchen, dem Terror über die Fassade des Hotels zu entkommen - und stürzen ab. Burkei stirbt auf dem Weg ins Krankenhaus, seine Freundin verletzt sich schwer, überlebt aber trotz angebrochener Wirbelsäule. Es war Burkeis erste Indien-Reise.

Der 51-Jährige war Programmleiter beim Fernsehunternehmen C.A.M.P. das unter anderem das Bayernjournal als landesweites Wochenendfenster für Sat 1 und RTL produziert. C.A.M.P.-Geschäftsführer Ralph Piller sagte zum Tod von Burkei: "Es ist für mich ein schwerer Schlag." Auch die Mitarbeiter seien sehr betroffen. "Er hat sich so gefreut auf den Urlaub." Doch in der letzten Nacht im Hotel stürmten schwer bewaffnete Terroristen mit Gewehren durch die Straße, offenbar gab es Explosionen.

"Anscheinend hat es hinter ihm gebrannt, und er wollte sich dann retten über die Fassade", sagte Piller. Dabei sei er abgestürzt. Wegen der Angriffe konnten die Rettungskräfte nicht rasch genug zu dem Verunglückten vordringen und ihn versorgen. Schwer verletzt auf einem Vordach liegend hatte Burkei noch mehrfach seinen Freund Aribert Wolf in München angerufen und ihm von Knochenbrüchen berichtet. Er habe gesagt, dass er spüre, wie er immer schwächer werde, erzählte Wolf. Wenn ihm nicht geholfen werde, komme er ums Leben.

Auf Burkeis Bitte hin habe Wolf versucht, über das Auswärtige Amt und das Konsulat in Bombay Hilfe für seinen schwer verletzten Freund zu organisieren. Der Konsul habe sich vor Ort zwar sehr bemüht, die Sicherheitsleute hätten aber zunächst nicht zu Burkei gekonnt, da dieser im Innenbereich des brennenden Hotels gelegen habe und immer noch geschossen worden sei.

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