Anschläge wie in Madrid geplant
Auf Philippinen rollt neue Terrorwelle an

Die militante Muslimgruppe Abu Sayyaf droht mit einer neuen Terrorwelle auf den Philippinen. Selbstmordattentäter sollen den Protest voranbringen.

HB MANILA. „Die Schlange ist lang, uns werden die Attentäter nicht ausgehen“, sagte der Chef der Organisation, Khadafi Janjalani, der Zeitung „Philippine Daily Inquirer“ vom Donnerstag. Dies sei „unser Beitrag, die Pflicht zur Verteidigung des Islam zu erfüllen“, fügte der hochrangige Abu-Sayyaf-Anführer Abu Solaiman hinzu.

Philippinische Sicherheitskräfte hatten in dieser Woche mehrere mutmaßliche Mitglieder der Gruppe festgenommen, die nach Angaben der Regierung Anschläge vom Ausmaß derjenigen in Madrid planten. Bei ihnen waren 36 Kilogramm Sprengstoff gefunden worden. Ziel der Anschläge sollten nach Darstellung der Behörden Züge und Einkaufszentren in der Hauptstadt Manila sein.

Abu Sayyaf verschleppte Familie Wallert

Für internationale Schlagzeilen hatte Abu Sayyaf gesorgt, als die Gruppe im Frühjahr 2000 westliche Touristen auf die Südphilippinen verschleppte, darunter auch drei Mitglieder der Göttinger Familie Wallert. Die Organisation operierte bislang fast ausschließlich in der Inselwelt rund um die südlichen Philippinen. Dort gehen eine ganze Reihe von Entführungen, Morde und Erpressungen auf ihr Konto. Nach Ansicht der USA gibt es Verbindungen zwischen Abu Sayyaf und dem Terrornetz El Kaida von Osama bin Laden.

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