Anschlag auf Abgeordnete: Attentate mit Briefbomben

Anschlag auf Abgeordnete
Attentate mit Briefbomben

In den Büros zweier Europa-Abgeordneter sind am Montag Briefbomben explodiert, ohne jemanden zu verletzen.

HB BRÜSSEL. Sie wurden nach offiziellen Angaben im italienischen Bologna aufgegeben - genau wie vier Briefbomben, die im Dezember an EU-Institutionen geschickt worden waren.

Eine Briefbombe explodierte am Vormittag im Büro des deutschen EU-Abgeordneten Hans-Gert Pöttering, der Fraktionschef der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) ist. Pöttering sagte in Brüssel: „Wir nehmen den Vorgang sehr ernst, weil wir nicht wissen, ob es einen terroristischen Zusammenhang gibt, ob es eine Warnung sein sollte oder ob es nur ein - in Anführungsstrichen - übler Scherz war.“ Die andere Bombe ging in Manchester im Büro eines britischen EU-Abgeordneten in Flammen auf. Nach belgischen Angaben wurden sieben weitere verdächtige Pakete abgefangen.

Ein EVP-Sprecher sagte, der an Pöttering gerichtete Brief sei explodiert, als eine Mitarbeiterin ihn geöffnet habe. „Er fing Feuer, es gab einen Knall. Niemand wurde verletzt.“ Pöttering selbst war zum Zeitpunkt der Explosion nicht in Brüssel, sondern in seinem Osnabrücker Wahlkreis. Der Abgeordnete forderte, künftig müsse die Post an alle Abgeordneten des EU-Parlaments überprüft werden, nicht nur wie bisher die an EU-Kommissionspräsident Romano Prodi.

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