Anschlag auf belebter Straße
Verletzte bei Anschlag auf Nato-Soldaten in Kabul

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Nato-Konvoi in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Montag sechs Menschen verletzt worden. Darunter seien drei Soldaten der Nato-geführten Stabilisierungstruppe Isaf, sagte ein Sprecher des Militär-Bündnisses.

HB KABUL/ISLAMABAD. Der Attentäter habe den Sprengsatz an seinem Körper nahe einem Isaf-Konvoi gezündet, hieß es. Die drei Soldaten der von der Nato geführten Schutztruppe hätten leichte Verletzungen erlitten. Ihr Fahrzeug sei stark beschädigt worden.

Zur Nationalität der Soldaten machte der Sprecher keine Angaben. Es handele sich jedoch nicht um deutsche Soldaten, teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. In der südafghanischen Provinz Paktia kamen unterdessen vier afghanische Soldaten bei der Explosion einer Landmine ums Leben. Vier Soldaten wurden verletzt, berichtete die in Pakistan ansässige Nachrichtenagentur AIP. Zu beiden Anschlägen bekannten sich die radikalislamischen Taliban.

Erst am Samstag hatte sich ein Selbstmordattentäter inmitten einer Menschenmenge vor dem afghanischen Innenministerium in Kabul in die Luft gesprengt und zwölf Menschen mit in den Tod gerissen. Auch dafür hatten die Taliban-Rebellen die Verantwortung übernommen.

Die Sicherheitslage in Afghanistan ist zurzeit so schlecht wie seit dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001 nicht mehr. Seit Monaten verüben die Taliban wieder verstärkt Anschläge und Selbstmordattentate, vor allem im Süden des Landes. Auch in Kabul ist es in den vergangenen Monaten wiederholt zu Anschlägen gekommen. Beim bislang schwersten Selbstmordattentat in der Hauptstadt seit fünf Jahren waren vor drei Wochen mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen, als eine Autobombe nahe der amerikanischen Botschaft detonierte.

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