Der Nervengift-Anschlag auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal lässt den Konflikt zwischen Großbritannien und Russland eskalieren. Das Verhältnis ist ohnehin schon belastet.

Kommentare

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  • Das ganze ist in keiner Weise schlüssig, Es fehlen die Beweise, es sind bisher Unterstellungen, dies ist für einen Rechtsstaat keine glaubwürdige Vorgehensweise.
    Der Beklagte hat korrekt reagiert, als er die Zurverfügungstellung von Proben des zu Anwendung gekommenen Giftes verlangte, Stunden später stand der Hauptverdächtige bereits fest – „Russland“. Ohne Beweise, ja sogar ohne ein einziges Indiz, wird seitdem scharf in Richtung Moskau geschossen. Die NATO ist mit dabei, die Teilnahme Englands an der Fußball-WM in Russland wird bereits offen in Frage gestellt. Lauter kann man kaum poltern und solches Gepolter lenkt natürlich auch von berechtigten Fragen ab. Und davon gibt es einige. Der Fall Skripal ist keinesfalls so eindeutig, wie er in den westlichen Medien dargestellt wird. Es gibt sogar deutliche Spuren in Richtung einer obskuren privaten Sicherheitsfirma, die aktiv an der antirussischen Propaganda-Kampagne mitarbeitet.
    Als Sergej Skripal 1995 als Oberst des russischen Militärgeheimdiensts vom britischen Auslandsgeheimdienst MI6 „umgedreht“ wurde, war dies wohl das Werk des britischen Agenten Pablo Miller, der fortan als „Führungsoffizier“ von Skripal tätig wurde. Koordiniert wurde die Arbeit offenbar durch Christopher Steele, einem MI6-Agenten, der in Moskau tätig war. Steele ist kein Unbekannter. Zwischen 2006 und 2009 war er der Abteilungsleiter „Russland“ im MI6. Er war es auch, der damals im Mordfall Litwinenko die Ermittlungen leitete und – entgegen der Indizienlage – Russland als Hauptverdächtigen ausmachte.
    2009 verließ Steele den MI6 und gründete seine eigene private „Sicherheitsfirma“ mit dem Namen „Orbis Business Intelligence“. Das Haupttätigkeitsfeld von Orbis war (und ist) es, Vorwürfe gegen Russland zu fabrizieren. Orbis war es, die von einem „privaten Kunden“ den Auftrag erhielt, im Rahmen des sogenannten „Project Charlemagne“ den angeblichen Eingriff Russlands in den Wahlkampf von Frankreich, Italien, Großbritannien und der USA zu beweisen.

  • Eventuell meint man in der Politik die Menschen hier wären alle bekloppt. Der oder die Täter lassen ganz klar irgendwelche sogenannten Beweismittel zurück? Fingerabdruck oder Visitenkarte, oder man verliert gar noch den Ausweis an einem Tatort? Die Politganoven Europaweit sollten mal Ihren Rest an Verstand untersuchen lassen. Wenn etwas so sehr gegen jeden gesunden Menschenverstand spricht dann sind meist die Leute die andere beschuldigen die Strippenzieher.

  • Aussage des russischen Außenministers (u.a. gestern Abend den TV-Nachrichten):

    „Bevor jemand seinem Land ein Ultimatum stelle, "sollte er seine eigenen Verpflichtungen gemäß dem internationalen Recht erfüllen"

    Von was für einer Art von „Recht“ redet der?

  • Wahnsinn! Selbst bei diesem Thema legen sich die üblichen Kommenatatoren in diesem Forum mächtig ins Zeug für Putin! Putin, ein Lügner? Unvorstellbar! Eher glaubt man an eine weltweite Verschwörung westlicher Staaten, als dass am großen Vorsitzenden gezweifelt wird.

    Und im nächsten Post wird wieder Trump bejubelt, gegen die EU gestänkert, Merkel beschimpft und die AfD gelobt...

    Vielleicht bringen Sanktionen wie ein Boykott der Fussball-WM jetzt etwas, damit die Russen merken, dass sie sich im Ausland völlig unglaubwürdig gemacht haben.

  • Wahnsinn! Selbst bei diesem Thema legen sich die üblichen Kommenatatoren in diesem Forum mächtig ins Zeug für Putin! Putin, ein Lügner? Unvorstellbar! Eher glaubt man an eine weltweite Verschwörung westlicher Staaten, als dass am großen Vorsitzenden gezweifelt wird.

    Und im nächsten Post wird wieder Trump bejubelt, gegen die EU gestänkert, Merkel beschimpft und die AfD gelobt...

    Vielleicht bringen Sanktionen wie ein Boykott der Fussball-WM jetzt etwas, damit die Russen merken, dass sie sich im Aasland völlig unglaubwürdig gemacht haben.

  • @Herr Hans Henseler: Ich stimme ihnen zu. Da lag, wie beim 11. September, gleich die Visitenkarte mit Anschrift und Telefonnummer des Täters daneben. Klar getürkt, fragt sich nur von wem? Und wer hatte ein Interesse daran, längst enttarnte Spione zu beseitigen? Oder waren die nur Bauernopfer?

  • Die Sache stinkt. Die Beseitigung des Ex-Spions bringt Russland keinerlei Vorteile, und dann
    noch ein Mittel mit Fingerabdruck zu benutzen waere das allerduemmste. Eindeutiges
    Konstrukt!

  • Ich hätte Putin nicht für so extrem bescheuert gehalten - lässt einen Spion liquidieren und nimmt dann noch ein Kampfgas russischer Produktion her und das bei der hohen Güte der russischen Geheimdienste.
    Solche missglückten Aktionen bringen doch sonst nur die Amerikaner fertig.
    Und das bei der erwartbaren Reaktion der Engländer. Aber wahrscheinlich wollte er nur mal wieder Schlagzeilen produzieren.

  • Absurd, dass es die gleiche Instanz ist, die einerseits versucht, Rechtsradikale in den USA, Frankreich und auch Deutschland mit Internet-Propaganda und Hacker-Angriffen an die Macht zu bringen - und nebenbei noch Auftragsmorde mit Giftgas durchführt. Unter Putin wird Russland wohl kaum noch Freunde im Ausland finden.

  • Da haben Sie recht Herr Maidan aber nur wenn Sie versprechen, daß ich wirklich nicht Fußball schauen muß.

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