Anschlag auf Isaf-Truppe
Deutscher General außer Lebensgefahr

Der Kampfeinsatz der Nato in Afghanistan neigt sich dem Ende. Doch die Gefahr bleibt – selbst an vermeintlich sicheren Orten wie Militärakademien. Bei einem Anschlag wird ein US-General getötet, ein deutscher verletzt.
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KabulBei einem Anschlag auf eine Delegation der internationalen Schutztruppe Isaf in Kabul sind nun ein US-General getötet und ein deutscher General verletzt worden.

Bei dem Amerikaner handle es sich vermutlich um den ranghöchsten US-Soldaten seit Beginn des mehr als zwölf Jahre andauernden Afghanistankriegs. Das sagte Pentagonsprecher John Kirby, nannte aber nicht den Namen des getöteten Generals, da die Familie erst benachrichtigt werden müsse. Laut „New York Times“ handelt es sich um einen Generalmajor. Insgesamt zählte die Isaf 15 Verletzte in ihren Reihen.

Ein Mann in afghanischer Uniform hatte am Dienstag während eines Routinebesuchs der Delegation in einer Kabuler Militärakademie das Feuer eröffnet. Der Vorfall ereignete sich während eines Treffens der Isaf-Offiziere mit afghanischen Führungspersönlichkeiten.

„Wir vermuten, dass der Angreifer ein afghanischer Soldat war“, sagte Kirby. Die genauen Umstände müssten aber noch untersucht werden. Verteidigungsminister Chuck Hagel habe den Angehörigen sein Beileid ausgesprochen.

Der deutsche Ein-Sterne-General ist nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr außer Lebensgefahr. Die Bundeswehr hat insgesamt nur fünf Generäle in Afghanistan. Das Auswärtige Amt verurteilte den „verabscheuungswürdigen Anschlag“ auf auf das Schärfste und wünschte den Verletzten baldige Genesung. Die Isaf-Soldaten engagierten sich für das Land „mit hohem Einsatz und unter großen persönlichen Risiken“.

Der afghanische Präsident Hamid Karsai verurteilte den Angriff als einen feigen Akt der Feinde Afghanistans, die den Aufbau starker Institutionen verhindern wollten. Die Taliban äußerten sich zu dem Anschlag zunächst nicht. Das afghanische Verteidigungsministerium erklärte, dass ein „Terrorist in der Uniform der Nationalarmee“ das Feuer auf afghanische und ausländische Truppen eröffnet habe.

Solche Angriffe hat es in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben. Der US-Internetdienst „Long War Journal“ zählt 88 seit Anfang 2008. Die Hälfte der Attentate ereignete sich demnach 2012. Auch Bundeswehrsoldaten wurden bereits von vermeintlichen Verbündeten getötet.

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„Immer noch Kriegsgebiet“

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  • Die deutsche Freiheit wird auch am Hindukusch verteidigt.
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    Und da kann es schon einmal zu "Kollateralschäden" kommen.
    Und der "mutmaßliche" Täter war "mutmaßlich" ein Taliban.
    Und dieser hat dann "mutmaßlich" auf die "mutmaßlichen" Generäle geschossen.
    Wir wollen es doch "politically correct" ausdrücken.
    Und was machte ein deutscher General dort? Überwachte der den Bau von Schulen oder das Bohren von Brunnen?

  • Das Leben ist lebemsgefährlich im Krieg. Es sterben nicht nur immer die anderen! Deutschland hat am Hindukusch nichts zu suchen!

  • So ist das, wenn die Gutmenschen immer glauben, wir müßten dort Soldaten ausbilden und dann wären sie auf usnerer Seite.
    Man sieht an dieser ganzen Afghanistan-Aktion die totale Blödheit unserer Politiker
    Meine Gedanken sind bei den Soldaten

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