Anschlag in Afghanistan
Sprengsatz eines Taliban tötete Rabbani

Die Taliban haben sich zum tödlichen Anschlag auf den afghanischen Ex-Präsidenten Rabbani bekannt. Offenbar kannte er die Täter aus Versöhnungsgesprächen. Für den Sprengsatz hatten sie ein perfides Versteck.
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KabulDie Taliban haben sich zu dem Selbstmordanschlag auf den früheren afghanischen Präsidenten Burhanuddin Rabbani bekannt. Ein Taliban-Sprecher sagte am Dienstag, zwei Kämpfer hätten Rabbani in dessen Haus zu Gesprächen getroffen. Einer von beiden habe dann einen Sprengsatz gezündet. Dieser sei im Turban versteckt gewesen.

Bei dem Anschlag seien neben Rabbani und den zwei Taliban auch vier Sicherheitskräfte getötet worden. Rabbani, Vorgänger von Präsident Hamid Karsai, war zuletzt Chef des sogenannten Friedensrates. In dieser Funktion sollte er versuchen, den jahrelangen Konflikt am Hindukusch mit politischen Mitteln zu lösen.

Zu seinen Aufgaben zählte vor allem, die Aussöhnung mit den radikalen Taliban voranzubringen. Nach Angaben des Taliban-Sprechers kannte Rabbani die Attentäter. „Beide trafen ihn häufig in seinem Haus in Kabul und sicherten sich das Vertrauen Rabbanis und seiner Leibwächter“, sagte der Sprecher am Telefon von einem unbekannten Ort aus. „Sie sagten Rabbani, sie würden bald hochrangige Taliban-Führer zu ihm an den Verhandlungstisch bringen.“

Der Taliban-Sprecher ergänzte, ähnliche Attentate seien für die nahe Zukunft geplant.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Anschlag in Afghanistan: Sprengsatz eines Taliban tötete Rabbani"

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  • Waffen könnenn nur gekauft werden wenn es auch einen Verkäufer gibt.
    Der Westen erntet was er gesät hat !

  • Mit Rabbani starb ein weiterer Mann des Friedens und der Aussöhnung. Man muss erkennen, dass die Taliban gewillt sind, sich in die Steinzeit zurückzubomben. Da ist jede Hilfe vergebens. Die einzige Möglichkeit wäre gewesen, den Rauschgiftanbau radikal zu unterbinden, um die Finanzierung von Waffen zu blockieren. Das aber wurde weder politisch noch militärisch erreicht.

  • Ich würde vorschlagen, es weiter mit Millionen Subventionen zu versuchen, die Taliban zu überzeugen Pfeffer statt Opium anzubauen! Das ist doch ein super Konzept! Vielleicht lachen Sie sich dann irgendwann über den Westen tot und das Problem ist gelöst.

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