Anschlag in Bagdad

Blutbad in Moschee kurz vor Ende des Ramadans

2006 hatte ein Anschlag auf einen religiösen Schrein in Samarra eine Welle von Gewalt zwischen irakischen Sunniten und Schiiten ausgelöst. Nun fordert ein Selbstmordanschlag auf eine Moschee in Bagdad Todesopfer.
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Eine Moschee in Bagdad (Archivfoto). Quelle: Reuters

Eine Moschee in Bagdad (Archivfoto).

(Foto: Reuters)

BagdadBei einem Selbstmordanschlag auf eine sunnitische Moschee in Bagdad sind am Sonntag mindestens 28 Menschen getötet worden. 37 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte ein Vertreter des Innenministeriums in der irakischen Hauptstadt. Unter den Todesopfern sei ein Parlamentsabgeordneter gewesen, auch ältere Männer und Kinder zählten zu den Opfern.

Der Attentäter drang den Angaben zufolge am Abend in die Umm-el-Kura-Moschee im westlich gelegenen Viertel El Ghasalijah ein und sprengte sich inmitten der Gläubigen in die Luft. Nach Angaben eines Vertreters des Verteidigungsministeriums gab es 29 Tote und 35 Verletzte.

Die Moschee gehört zum Hauptquartier der religiösen Stiftung, welche die sunnitischen Stätten in Bagdad unterhält. Der ihr vorstehende Imam ist bekannt für seine entschiedenen Predigten gegen extremistische Gewalt. Der Anschlag erfolgte wenige Tage vor dem Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan.

Am 15. August starben bei einer Serie von Anschlägen und Gewalttaten in insgesamt 18 irakischen Städten 74 Menschen. Im Juli wurden landesweit 259 Menschen getötet.

  • afp
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6 Kommentare zu "Anschlag in Bagdad: Blutbad in Moschee kurz vor Ende des Ramadans"

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  • Da explodiert also eine Bombe im Irak oder einem anderen muslimischen Land. Und jedesmal gibt es anscheinend Augenzeugen, die gesehen haben müssen, wie ein Mensch sich in die Luft sprengt um andere zu töten???
    Wie soll das denn möglich sein?
    Ich habe da massive Zweifel.
    Wer hat denn ein Interesse daran, dass sich Sunniten und Schiiten befehden? Der Irak ist besetzt. Und über 150.000. dubiose Söldner, -ohne die 100.000. regulären US-Streitkräfte- befinden sich im Land. Killerkomandos sind mit von der Partie. Da kann man schnell mal eine Bombe platzieren.
    Die Beirutisierung des Iraks ist Ziel dunkler Kräfte, die Freunde des ewigen Krieges sind da am Werk.

  • wenn die Religion das wirklich befehlen würde, wären die Westeuropäer bisschen arm dran - bei mehr als 1,3Milliarden Moslems auf der Welt.

    AUGEN AUF! Die Medien haben's wohl bei Wolf54321 schon bereits geschafft, ihn so zu manipulieren, dass er direkt schon so denkt.

    Alles eine Verschwörung des ILLUMINATI!

    AUGEN AUF!

  • Und da sage noch einer, der Einmarsch der Amerikaner hat Iraks Lage verbessert.

    Huessein war sicherlich ein Diktator, aber zumindest gab es in seiner Zeit keine täglichen Bombenanschläge und Selbstmordattentate. Und das Land war nicht auseinandergefallen, in ein nördliches kurdisches Gebiet, ein sunnitisches Gebiet um Bagdad und ein schiitisches Gebiet im Südosten des Landes.

    Gleiches wird in Afghanistan in einigen Jahren der Fall sein, sobald der Westen abzieht und dann wird das Land dort in Instabilität und Anschlägen wieder untergehen.

    Daher wir Europäer und Deutschen haben NICHTS in Asien mit Soldaten verloren und sollten auch nicht in Afrika mit eigenen Soldaten mitmischen. Wir sind dort nicht mit Soldaten erwünscht und können diese Länder nicht von außen verändern, solange die einheimische Bevölkerung innerhalb dieser asiatischen/afrikanischen Länder zerstritten und uneinig ist.

    Und gespannt darf man sein, wie sich Libyen entwickeln wird: wenn es genauso katastrophal endet, wie Irak und Afhganistan dann beweist dies entgültig, das von außen ein asiatisches/afrikanisches Land nicht durch europäisches Militär zu verändern ist. Wir sollten uns daher mit Militäreinsätzen auf Europa beschränken (insbesondere Balkan-/Kaukasusregion).

  • Ja genau. Woran liegt es? Welchen Eindruck wollen Sie mit Ihrer Frage vermitteln? Dass Fanatismus Ausdruck der - wie Sie sagen - islamreligiösen Kultur ist? Soll das heißen, dass es bei uns keinen Fanatismus gibt, bei uns in der westlichen Welt, in unserer Kultur und Religion. Da hat uns Norwegen doch wohl etwas anderes gelehrt. Und Norwegen ist lediglich ein Beispiel unter vielen.

  • Ich bin Moslem...bin ich jetzt auch so einer ?

  • Das ist islamreligiöse Kultur, wie sie über 17.000-fach in den letzten zehn Jahren sich in ihrer ganzen Pracht darbietet. Woran das nur liegen mag?

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