Anschlag in Bangkok
Thailand fahndet nach Verdächtigem

Nach dem Anschlag in der thailändischen Hauptstadt Bangkok, bei dem mindestens 22 Menschen starben, tappen die Behörden weiter im Dunkeln. Die Bombe sei un-typisch für die muslimischen Separatisten, hieß es am Dienstag.
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BangkokNach dem Bombenanschlag in Bangkok mit mindestens 22 Todesopfern verfolgen die Ermittler nach Angaben der Regierung eine heiße Spur. Auf Bildern von Überwachungskameras sei ein Verdächtiger zu sehen, nach dem nun gefahndet werde, sagte der Chef der thailändischen Militärjunta, Prayut Chan-O-Cha, am Dienstag. Der Verdächtige gehöre vermutlich einer regierungsfeindlichen Gruppe an, die im Nordosten Thailands ansässig sei.

Das Attentat im Zentrum der Hauptstadt trägt nach Einschätzung der Armee nicht die Handschrift der muslimischen Rebellen im Süden des Landes. Vize-Verteidigungsminister Udomdej Sitabutr sagte in einem Fernsehinterview, die Art des Anschlags und die Bauweise des Sprengsatzes passten nicht zu Methoden der Separatisten im Süden. Die Armee bekämpft im Süden des Landes seit Jahren muslimische Separatisten. Dabei starben bereits mehr als 6500 Menschen, zumeist Zivilisten.

Zu dem Anschlag, bei dem am Montag 19 Menschen starben, bekannte sich bislang keine Gruppe. Der Sprengsatz war nahe des hinduistischen Erawan-Schreins im Zentrum der Millionenmetropole platziert worden. Die Armee hatte im vergangenen Jahr die Macht übernommen.

Bombenspezialisten schätzten nach Angaben thailändischer Medien, das der Sprengsatz drei bis fünf Kilogramm Sprengstoff enthielt. Die Detonation sei mit einem Zeitzünder ausgelöst worden. Die Untersuchungen seien schwierig, weil der Sprengsatz selbst völlig zerstört wurde und so keine Rückschlüsse auf die Hersteller gezogen werden können, sagte Polizeichef Somyot Pounpanmuang.

Ein Autofahrer hatte den Moment der Explosion mit der automatischen Kamera auf seinem Armaturenbrett aufgenommen. Dabei war in etwa 100 Metern Entfernung ein riesiger Feuerstoß zu sehen und eine Rauchwolke, die mindestens fünf Stockwerke hoch reichte.

Die USA haben den Bombenanschlag in der thailändischen Hauptstadt Bangkok mit fast zwei Dutzend Opfern verurteilt. Es handele sich um einen erbärmlichen Akt der Gewalt, teilte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, Ned Price, am Montag mit. Die Vereinigten Staaten blieben bei den Ermittlungen im ständigen Kontakt mit den thailändischen Behörden. Der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby, sagte Unterstützung zu, wenn diese angefragt werde.

Mindestens 123 Menschen wurden teilweise schwer verletzt, unter anderem durch Verbrennungen. Viele waren am Dienstag noch nicht in der Lage, sich zu äußern. „Bei vielen Verletzten konnten wir die Nationalität noch nicht feststellen“, sagte der Arzt Phetphong Kamjornjitjakarn. „Sie hatten keine Identifikationspapiere bei sich.“ Der jüngste Patient sei ein fünfjähriger Junge aus China, sagte der Staatssekretär des Ministeriums für öffentliche Gesundheit, Narong Sahametapat.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Solange Geld die Währung der Macht ist, wird Gewalt das Zahlungsmittel der Machtlosen bleiben. (André Brömmel, Punktmacher GmbH)

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