Anschlag in Jerusalem: Israel plant aggressives Vorgehen gegen Terror

Anschlag in Jerusalem
Israel plant aggressives Vorgehen gegen Terror

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JerusalemWenige Stunden nach einem Terroranschlag in Jerusalem haben israelische Kampfflugzeuge in der Nacht zum Donnerstag Ziele im Gazastreifen angegriffen.

Wie ein Armeesprecher dem Onlinedienst Ynetnews bestätigte, wurden mehrere Einrichtungen militanter Palästinenser attackiert. Unter Berufung auf palästinensische Angaben hieß es, zwei Ausbildungslager in der Nähe von Gaza-Stadt und ein Schmugglertunnel bei Rafah im Süden des Palästinensergebiets an der Grenze zu Ägypten seien beschossen worden. Über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

Am Mittwoch war erstmals seit zwei Jahren in Jerusalem wieder eine Bombe explodiert. Der mutmaßlich von palästinensischen Extremisten an einer Bushaltestelle versteckte Sprengsatz tötete eine Frau und verletzte 40 weitere Menschen. Der Sprengsatz explodierte nach Polizeiangaben in einer Tasche, die ein mutmaßlich palästinensischer Attentäter an einer Haltestelle nahe der zentralen Busstation abgestellt hatte. Auch die Gewalt zwischen Israel und der radikal- islamischen Hamas dauerte am Mittwoch an. Nach dem blutigsten Zwischenfall seit dem Gaza-Krieg vor zwei Jahren mit acht Toten setzten beide Seiten ihre Angriffe fort.

Die schwere Explosion erschütterte am Nachmittag weite Teile der Stadt Jerusalem. Der Sprengsatz detonierte an einer Haltestelle in der Nähe des Kongresszentrums Binjanei Hauma. Nach Angaben von Sanitätern wurden rund 40 Menschen in Krankenhäuser gebracht, darunter drei Schwerverletzte. Eine 59-jährige Frau starb wenig später an ihren Verletzungen.

Israel will nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu „aggressiv, verantwortlich und vernünftig“ auf die jüngste Gewalt vonseiten militanter Palästinenser reagieren. Netanjahu erklärte am Mittwoch, er habe am Abend mit ranghohen Vertretern der Sicherheitsbehörden über die aktuelle Situation beraten.

US-Präsident Barack Obama verurteilte den Anschlag. Es gebe keine Rechtfertigung für Terrorismus; Israel habe wie alle Nationen das Recht, sich selbst zu verteidigen, unterstrich Obama nach einer Mitteilung aus dem Weißen Haus in Washington. Zugleich kritisierte er, dass in den vergangenen Tagen aus dem Gazastreifen Raketen auf Israel abgefeuert wurden. „Wir rufen alle Parteien auf, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um weitere Gewalt und zivile Opfer zu vermeiden“, sagte Obama.

Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle verurteile den „perfiden Anschlag“. Für solche Taten gebe es keine Rechtfertigung.

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