Anschlag in Tschetschenien
Neun russische Soldaten getötet

Neun russische Soldaten sind bei einem Rebellenüberfall auf einen Armeelastwagen südlich der tschetschenischen Hauptstadt Grosny getötet worden. Der Lastwagen sei auf eine Mine gefahren und dann von Rebellen aus dem Hinterhalt beschossen worden.

dpa MOSKAU. Das meldete die Agentur Interfax am Sonntag unter Berufung auf russische Militärquellen im Nordkaukasus. Weniger als drei Monate vor den von Moskau angeordneten Präsidentenwahlen in Tschetschenien am 5. Oktober bleibt die Lage in der Konfliktregion damit weiterhin extrem angespannt.

Fünf weitere Soldaten seien bei dem Überfall am Samstag in den Bergen bei Schatoj verletzt worden, hieß es. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte den tödlichen Überfall. Nach unbestätigten Berichten aus Rebellenkreisen sollen in der abgelaufenen Woche 90 russische Soldaten in Tschetschenien getötet worden sein, wie der Radiosender „Echo Moskwy“ meldete.

Präsident Wladimir Putin hatte nach den mutmaßlich von zwei tschetschenischen Frauen verübten Bombenanschlägen auf ein Rockfestival in Moskau erneut gefordert, die „Terroristen in Tschetschenien zu vernichten“. Bei den Anschlägen vom 5. Juli waren die beiden Selbstmord-Attentäterinnen sowie 14 Konzertbesucher getötet worden. Rebellengruppen um den früheren tschetschenischen Prasidenten Aslachan Maschadow fordern die völlige Unabhängigkeit der Kaukasusrepublik von Russland sowie den Abzug der russischen Truppen.

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