Anschlag und Gefechte
Wieder zahlreiche Opfer in Bagdad

Nach Angaben des arabischen Nachrichtensenders El Dschasira sind bei Gefechten zwischen US-Truppen und Aufständischen am Mittwochmorgen in Bagdad 22 Iraker getötet worden. Bei einem neuerlichen Selbstmordanschlag in der irakischen Hauptstadt wurden viele Menschen getötet und verletzt.

HB BAGDAD/KAIRO. Die Kämpfe mit Milizionären der schiitischen „Mahdi-Armee“ in Bagdads Armen-Vorstadt Sadr-City seien ausgebrochen, nachdem irakische Sicherheitskräfte und US-Soldaten mehrere enge Vertraute des radikalen Predigers Muktada el Sadr festgenommen hatten.

Bei der Explosion einer Autobombe vor einem Restaurant in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Mittwoch mindestens elf Menschen getötet worden. 40 Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt mit. Am Explosionsort stieg eine dunkle Rauchwolke auf; Polizisten und US-Soldaten mit gepanzerten Fahrzeugen sperrten den Platz ab. Mindestens zehn Autos wurden zerstört. Ein Zeuge sprach von zwei schweren Detonationen. Er sagte, ein Eiscafe sei am schwersten getroffen worden. „Ich weiß nicht mal, auf wen sie es abgesehen hatten“, sagte Humam Abdel-Hadi, der in der Straße, in der die Bombe explodierte, einen Laden besitzt. „Die haben Leute bombardiert, die gerade Eiscreme aßen“, fügte er hinzu. Im Jarmuk Krankenhaus wurden einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur Reuters die Leichen von elf Opfern des Anschlags gezeigt.

In den vergangenen Tagen sind im Irak zahlreiche Anschläge mit Autobomben verübt worden. Während sie sich anfangs vor allem gegen US-Truppen richteten, wurden zuletzt zunehmend Iraker Opfer der Anschläge. Im Süden des Landes wurden am Vorabend drei US-Soldaten nach Armeeangaben bei einem Hubschrauberabsturz verletzt. Der Hubschrauber stürzte kurz nach dem Start in bei Nassirija ab. Die Ursache war zunächst unklar.

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