Anschlag
US-Diplomat in Pakistan getötet

Zwei Tage vor dem Pakistan-Besuch von George W. Bush sind bei einem Bombenanschlag in der Nähe des amerikanischen Konsulats in Karachi vier Menschen ums Leben gekommen und 49 verletzt worden. Unter den Opfern ist auch ein US-Diplomat.

HB KARATCHI. Die Explosion einer Autobombe zerstörte zehn Autos auf dem Parkplatz des Mariott-Hotels. Dort und im 20 Meter entfernten US-Konsulat gingen Fensterscheiben zu Bruch.

In Neu-Delhi teilte Bush mit, dass bei dem Anschlag ein US-Regierungsbeamter ums Leben gekommen sei. „Wir haben bei der Bombenexplosion mindestens einen US-Bürger verloren, einen Beamten des Foreign Service“, sagte Bush. Seinen Angehörigen übermittle er sein tief empfundenes Beileid.

Polizeichef Jahangir Mirza erklärte, dass die Autobombe vermutlich von einem Selbstmordattentäter gezündet worden sei. Nach der Explosion schossen Flammen in die Luft, dichter schwarzer Rauch stieg auf.

Wer hinter dem Anschlag steckte, war zunächst unklar. Islamistische oppositionelle Parteien haben für Freitag zu einem Tag des Protestes gegen die in europäischen Zeitungen abgedruckten Mohammed-Karikaturen aufgerufen. Ihre Veröffentlichung hatte in den vergangenen Wochen teils gewaltsame Proteste in der islamischen Welt ausgelöst. Im Islam gilt eine bildliche Darstellung des Propheten Mohammed als Gotteslästerung.

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