Anschlagserie in ägyptischem Badeort
Bombenterror tötet mehr als 80 Menschen

Bei einer Anschlagserie auf Hotels und einen belebten Basar im ägyptischen Ferienort Scharm el Scheich sind in der Nacht zum Samstag nach letzten Berichten mindestens 83 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Die Bomben, die Hotels und einen Basar trafen, töteten auch Urlauber. Ein erstes Bekennerschreiben kursiert im Internet.

HB KAIRO. Das ägyptische Innenministerium in Kairo bezifferte die Zahl der Todesopfer auf 83 und sprach von mindestens sieben ausländischen Toten. Bisher seien ein Italiener und ein Tscheche identifiziert. Auch Briten, Franzosen, Spanier und Niederländer sollen unter den Opfern sein. Das Innenministerium hatte bis zuletzt keine Hinweise darauf, dass sich Deutsche unter den Todesopfern befinden. Die Zahl der Verletzten soll bei weit mehr als 100 liegen. Nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums explodierten drei Sprengkörper. Zwei sollen Autobomben gewesen sein. Eine explodierte auf dem alten Marktplatz der Stadt. Wenige Minuten später raste ein offenbar mit Sprengstoff beladenes Auto in die Eingangshalle des Hotels Ghazala Gardens. Teile des Hotels stürzten ein. Die dritte Bombe, die offenbar in einer Tasche versteckt war, explodierte auf einem Parkplatz vor einem Café, das vor allem von ägyptischen Hotelangestellten besucht wird.

Eine islamistische Gruppierung hat sich im Internet zu den Anschlägen bekannt. Die Authentizität der Erklärung konnte zunächst nicht überprüft werden. Die Gruppierung hatte sich bereits im Oktober als eine von zwei Terrorgruppen zu den Anschlägen in zwei Ferienorten auf der Sinai-Halbinsel mit 34 Toten bekannt. Die Behörden halten sich bisher zu den Hintergründen der Anschläge in Scharm el Scheich bedeckt.

» Fotostrecke: Anschlag in Scharm el Scheich

Das Auswärtige Amt (AA) in Berlin hat nach eigenen Angaben bislang keine Kenntnis von möglichen Deutschen unter den Opfern. Bundesaußenminister Joschka Fischer verurteilte die Anschläge wie auch seine Amtskollegen aus den USA, Frankreich und anderen Ländern. Die deutsche Botschaft in Kairo hat laut Fischer einen Krisenstab eingerichtet, der mit Behörden und Reiseveranstaltern in Kontakt steht. Ein vierköpfiges Botschaftsteam soll möglichen Betroffenen zur Verfügung stehen.

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