Anschlagsserie
Sprengsätze im Irak fordern mindestens 16 Tote

Bei einer Serie von Bombenanschlägen sind in Bagdad und Umgebung am Sonntag 16 Menschen getötet worden. Bereits zum dritten Mal wurden damit in diesem Monat irakische Sicherheitskräfte zum Ziel von Anschlägen.
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BagdadAllein zehn Menschen kamen am Sonntag in und um Bagdad ums Leben, als sich ein Selbstmordattentäter inmitten einer Gruppe von Polizisten in die Luft sprengte. Mit dem Abzug letzter Soldaten beendete Großbritannien unterdessen seinen mehr als achtjährigen Einsatz im Irak.

Insgesamt explodierten mindestens zehn Sprengsätze und überschatteten den Beginn der neuen Arbeitswoche im Irak. Der folgenschwerste Anschlag ereignete sich in der Nähe von Tadschi, etwa 20 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad. Dort hatten sich Polizisten nach der Explosion einer Bombe versammelt, die sich offenbar gegen einen amerikanischen Militärkonvoi richtete. Der Attentäter mischte sich unter die Beamten und zündete seinen Sprengsatz. Sieben Polizisten und drei Zivilisten wurden getötet, weitere 19 Menschen erlitten Verletzungen, wie aus Polizeikreisen verlautete.

Es war bereits das dritte Mal in diesem Monat, dass die irakischen Sicherheitskräfte Ziel von Anschlägen wurden. Erst in der vergangenen Woche kamen 27 Menschen vor einer Polizeiwache in der Stadt Kirkuk ums Leben. Zuvor hatten ein Selbstmordattentäter einen Anschlag auf eine Wache in Hillah verübt und 20 Menschen in den Tod gerissen.

Die Anschläge am Sonntag in Bagdad ereigneten sich in Stadtvierteln, die mehrheitlich von Schiiten bewohnt werden. So kamen in Bayaa fünf Menschen ums Leben und in Sadr City ein Mensch, als Bomben am Straßenrand explodierten.

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