Ansicht des Opposititionsführers Tschalabi
"Saddam Hussein zieht die Fäden"

Hinter den Anschlägen auf die US-geführte Koalition in Irak steckt nach Ansicht des irakischen Opposititionsführers Ahmed Tschalabi der entmachtete Staatschef Saddam Hussein.

vwd WASHINGTON. Dieser habe vor dem Einmarsch der Koalitionstruppen zwar „keinen glaubwürdigen militärischen Plan“ gehabt, sagte Tschalabi dem US-Fernsehsender CNN am Sonntag (Ortszeit). Dafür habe er aber einen Plan für die Zeit „nach der Niederlage gehabt, den wir ihn jetzt anwenden sehen“. Dazu bediene sich der ehemalige Präsident „der restlichen Anhänger seines Regimes“.

Dass es einen solchen Plan gebe, sei daraus ersichtlich, dass immer noch Anschläge auf die Besatzungsmächte verübt würden und dass die US-Truppen Schriftstücke entdeckt hätten, auf denen Belohnungen für ihre Ermordung ausgesetzt seien, betonte Tschalabi. Zudem gebe es Hinweise auf landesweite Aktivitäten von Anhängern der aufgelösten Baath-Partei - „wie zum Beispiel Zusammenkünfte und den Transfer von Geldern“. Saddam Hussein sei nicht persönlich an jeder Tat beteiligt, sagte der Oppositionsführer, aber er gebe die Anweisungen dafür.

„Er passt enorm auf, dass man ihm nicht auf die Schliche kommt.“ US-Zivilverwalter Paul Bremer sagte dem Sender dagegen, es gebe bislang keine Hinweise darauf, dass die Anschläge in Irak von „einer einzigen Quelle“ in Auftrag gegeben würden. Diese Möglichkeit sei zwar nicht ausgeschlossen, bislang habe es aber eher den Anschein, als ob „Sympathisanten“ des ehemaligen Präsidenten die Taten unabhängig voneinander verübten.

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