Ansteckungsgefahr durch Typhus-Erreger
In Asiens Flutgebieten verbreiten sich Krankheiten

In den Überschwemmungsgebieten in Südostasien sinkt der Pegel des Hochwassers. Doch es entstehen neue Gefahren: Flüsse fließen mit weniger Wasser schneller, Krankheiten breiten sich aus und Schlangen werden aus ihren Höhlen gespült.

HB BERLIN. In Bangladesch sinken allmählich die Pegel der Flüsse, doch das bringt neue Probleme für das zu zwei Dritteln überschwemmte südostasiatische Land. Mit weniger Wasser fließen die Flüsse schneller und schwemmen aufgeweichte Böschungen weg. Dadurch wurden nach Angaben von Behörden weitere 250 Häuser von der Überschwemmung eingeschlossen. Etwa 30 Millionen der 133 Millionen Einwohner Bangladeschs sind in ihren Häusern, auf Sandbänken oder Booten von der Außenwelt abgeschnitten. Durch das Hochwasser kamen 489 Menschen ums Leben.

Im Nachbarland Indien wurden mindestens 799 Menschen Opfer der Überschwemmungen. Nach dem Abfluss von Flutwasser entdeckten Rettungskräfte 31 weitere Leichen. Neben Bangladesch und Indien sind auch Teile von Nepal, China und Pakistan von den Überschwemmungen betroffen. Insgesamt starben rund 1400 Menschen durch die Hochwasser.

Nun droht, dass sich Krankheiten wie Typhus verbreiten, die durch verschmutztes Trinkwasser entstehen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Bangladesch sind etwa 90.000 Menschen im Land erkrankt. Eine weitere Gefahr in den überfluteten Gebieten sind Schlangen. Sie wurden aus ihren Höhlen geschwemmt und beißen Menschen, die durch das Wasser waten.

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