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Anti-Europa-Parteien: Von hoffähig bis unauffällig

Die Eurokrise hat viele Protestbewegungen hervorgebracht. Manche hielten sich nur kurz, andere sind längst in die Parlamente eingezogen. Keine einzige Anti-Euro-Partei gibt es dagegen in einem der größten Krisenländer.

Der Euro hat nicht nur Freunde. Quelle: ap
Der Euro hat nicht nur Freunde. Quelle: ap

Die Italiener haben Mario Monti abgestraft: Die Politik, die ihnen der Regierungschef mit wohlwollender Begleitung der anderen Staatschefs der Euro-Zone – allen voran Bundeskanzlerin Angela Merkel – aufgezwungen hat, haben die Wähler jüngst mit großer Mehrheit abgewählt. Die Euro- und Europakritiker sind die eigentlichen Gewinner der Italien-Wahl: Ex-Premier Silvio Berlusconi gelang ein grandioses Comeback, dem Ex-Komiker Beppe Grippo ein Stimmenfang ohnegleichen.

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Jeder vierter Wähler votierte für Grillos Protestbewegung „Fünf Sterne“ ohne die in Italien derzeit keine Regierungsbildung möglich ist. Umso bedeutender werden die Aussagen von Grillo selbst, der am Mittwoch im Handelsblatt-Interview einen radikalen Wandel für Europa forderte und über den Austritt Italiens aus der Euro-Zone schwadronierte („De facto ist Italien doch schon aus dem Euro raus“). Er beschließe einen Austritt aus dem Euro aber „nicht allein“ sondern würde „ein Online-Referendum zum Euro machen“. Genauso wie zum Vertrag von Lissabon. Dies seien „alles Themen, bei denen unsere Verfassung außer Acht gelassen wurde“.

Neue Partei macht mobil „Schluss mit diesem Euro!“

In Brüssel steht heute der nächste Gipfel an. Die Eurokrise könnte den etablierten Parteien hierzulande im Wahlkampf auf die Füße fallen. Euro-Skeptiker wie die „Alternative für Deutschland“ formieren sich bereits.

In Italien hat der strikte Sparkurs die Wähler in Scharen zu den Euro-kritischen Parteien getrieben – in Deutschland könnten sich Wähler heimatlos fühlen, die Deutschland als Zahlmeister und damit bedroht sehen. Ihnen bietet sich die „Alternative für Deutschland“ an. Ihr Motto: Die Gemeinschaftswährung ist kein Friedensbringer, sondern ein Spaltpilz. Ihre Mission: Stopp der Eurorettung. Ihre Chancen: ungewiss.

In anderen Ländern sind Anti-Euro-Parteien dagegen längst hoffähig, sitzen ihre Abgeordneten in Parlamenten. Unsere Korrespondenten berichten, welche Bewegungen der Euro und seine Rettungspolitik in den Ländern hervorgebracht haben und welches politische Gewicht sie heute haben.

  • 16.03.2013, 08:07 UhrEUaus

    Die FPÖ und Stronach sind nur EU-kritisch, mehr nicht.
    Die EU-Austrittspartei ist die einzige Partei Österreichs, die den EU-Austritt Österreichs zum Ziel hat.
    Die EU-Austrittspartei wird bei der nächsten Nationalratswahl antreten.

  • 14.03.2013, 12:43 UhrDr.NorbertLeineweber

    Dr. Leineweber war bei der Alternative in Deutschland in Oberursel. Eine hochkarätige Parteispitze mit Räpresentanten, da kann sich Steinbrück nur noch verstecken. Lucke als Bannerträger ist so überzeugend, dass er die Wechselwähler mobilisieren sollte. Detaillierte Berichte zu Oberursel auf fortunanetz. Jetzt wird sich zeigen, dass das Aussitzen von Merkel der falsche Manangement-Ansatz war.

  • 14.03.2013, 11:40 UhrKuno

    Populistische Parteien?
    Es fällt auf, wie oft und in welchem Zusammenhang in diesem Artikel von populistischen Parteien gesprochen wurde.
    Der / die ArtikelschreiberIn sollte mal googlen nach "populistisch".
    Bsp. Wikipedia:
    Populismus (lat.: populus, „Volk“) bezeichnet eine um „Nähe zum Volk“ bemühte Politik....
    Und wenn mann dann noch vergleicht, mit welch blumigen Worten und Versprechungen die nach Ansicht der Artikelschreiber nicht "populistisch" und damit anscheinend seriösen Parteien diesem Volk damals den Euro (ohne Volksabstimmung!) aufs Auge gedrückt haben...

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