Anti-IS-Strategie
Obama berät sich mit Bündnispartnern

Die USA und ihre Verbündeten demonstrieren beim Strategietreffen Geschlossenheit im Kampf gegen die IS-Miliz. An der Schlacht um Kobane droht sich in der Türkei der Konflikt mit der PKK neu zu entzünden.
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WashingtonIm Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat will das internationale Bündnis seine Kräfte besser bündeln. Bei dem Strategietreffen in den USA hätten sich die Verteidigungsminister der Koalition darauf verständigt, „je nach Vermögen der beteiligten Länder ihre Fähigkeiten“ zur Anti-IS-Mission beizutragen, teilte ein mit den Gesprächen betrauter Pentagonvertreter mit.

An der Sitzung an der Luftwaffenbasis Andres in Maryland nahmen neben Präsident Barack Obama auch Militärchefs aus mehr als 20 Staaten teil, darunter Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Türkei. Doch im Ringen um eine stärkere Einbindung Ankaras steht das Bündnis vor einer neuen Belastungsprobe: Die türkische Luftwaffe flog laut Medienberichten Luftangriffe gegen die kurdische Arbeiterpartei.

Entzündet haben sich die Spannungen an die anhaltende Schlacht um die von IS-Kämpfern belagerte syrisch-kurdische Stadt Kobane. Kurden in der Türkei werfen der Regierung in Ankara Untätigkeit angesichts der Gewalt gegen die Bewohner des Grenzorts vor.

Allerdings meldeten die kurdischen Verteidiger von Kobane zuletzt Erfolge gegen die Extremisten. Ihr örtlicher Vertreter Idriss Hassan sagte, die USA und deren Verbündeten hätten den Hügel Tel Schair oberhalb der Stadt bombardiert, der später von kurdischen Milizionären erobert worden sei. Am Dienstag flog die US-geführte Koalition insgesamt 21 Luftangriffe auf IS-Stellungen in und um Kobane.

Laut dem Syrischen Beobachtungszentrums für Menschenrechte und einer weiteren Aktivistengruppe, den Örtlichen Koordinationskomitees, bombardierten die USA auch die Stadt Majadin in Ostsyrien, wo sie eine Ölraffinerie trafen und einen Großbrand auslösten.

IS-Kämpfer halten weite Teile Syriens und des Irak unter ihrer Kontrolle. Die USA begannen zunächst mit Luftangriffen auf die sunnitischen Extremisten im Irak, dann bombardierten sie deren Stellungen auch in Syrien. US-Bodentruppen will Obama nicht in den Kampf schicken, das sollen Verbündete aus der Region übernehmen.

Bei der Strategiesitzung nahe Washington hätten sich die Teilnehmer auch darauf geeinigt, auf „den bereits erzielten Erfolgen bei den Bemühungen der Koalition aufzubauen“, sagte der Pentagonvertreter. Doch Regierungssprecher Josh Earnest räumte auch ein, dass allein mit Luftangriffen der Terrormiliz nicht beizukommen sein könnte.

Mit dem Treffen wollte Obama auch die amerikanische Öffentlichkeit darauf einstimmen, dass der Anti-IS-Kampf möglicherweise länger dauern werde als seine eigene Präsidentschaft, die Anfang 2017 endet. Zugleich nahm er auch die internationale Gemeinschaft in die Pflicht: „Das ist eine Operation, die den Einsatz der Welt gegen den IS erfordert“, erklärte er.

Die USA drängen insbesondere Ankara, sich stärker im Kampf gegen die Terrormiliz zu engagieren. Die Türkei weigert sich jedoch bislang, den USA und deren Verbündeten Flughäfen für Luftangriffe gegen den IS zur Verfügung zu stellen.

Stattdessen flog die türkische Luftwaffe am Dienstag Angriffe auf Stellungen der kurdischen Arbeiterpartei PKK nahe der Grenze zum Irak, wie örtliche Medien berichteten. Das Militär erklärte, es habe auf den Beschuss eines Militärstützpunkts reagiert. Die PKK und die Regierung in Ankara hatten sich 2013 auf einen Waffenstillstand geeinigt.

Die syrischen Kurden dringen neben Waffenlieferungen zur Verteidigung Kobanes auch auf offene Grenzen in die Türkei, damit Mitglieder der kurdischen Volkseinheiten (YPG) sich neu formieren können. Beide Bitten wurden jedoch bislang nicht erfüllt. Ankara argwöhnt, dass die YPG mit der PKK-Bewegung in der Südosttürkei zusammenarbeiten könnte.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • Gleichzeitig wird daurch Europa überschwemmt mit Flüchtlingen - das ist durchaus gewollt dabei weil Bestandteil des Konzeptes "Neue Weltordnung". Gemischte Lemmings-Welt.

  • Die USA sind dabei in der Zwickmühle - einerseits wollen sie den IS-Magnet behalten, so lange es Extremisten gibt die da hinwollen - zum anderen müssen sie natürlich IS bekämpfen.

    Schwierig !

  • Der Kampf gegen IS ist der "Lackmustest" für alle islamischen Staaten, ob sie wirklich bereit sind gegen Extremisten vorzugehen. Türkei hat schonmal nicht bestanden.

    IS ist nach meiner Meinung eine künstliche Inszenierung, ausgestattet mit Waffen und Geld, die sunnitischen Extremisten und allen anderen "Kämpfern" als Magnet dient, wenn sie gegen den Westen kämpfen und ggf auch sterben wollen - dann können sie das dort - und nicht bei uns zu hause - hoffentlich !

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