Antonis Samaras

Griechenland will in sechs Jahren auf Vorkrisen-Niveau

Griechenlands Ministerpräsident Samaras sieht bessere Zeiten anrücken: Das finanziell gebeutelte Land soll in sechs Jahren wieder auf Vorkrisen-Niveau kommen. Zuvor seien aber „noch Probleme zu lösen“.
15 Kommentare
Griechenland soll in sechs Jahren wieder auf dem Niveau vor der Krise sein, erklärte Ministerpräsident Antonis Samaras. Quelle: ap

Griechenland soll in sechs Jahren wieder auf dem Niveau vor der Krise sein, erklärte Ministerpräsident Antonis Samaras.

(Foto: ap)

AthenGriechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras rechnet damit, dass sein Land binnen sechs Jahren wieder das Niveau vor der Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht. "Wir sind aus den Schwierigkeiten noch nicht heraus, es gibt noch Probleme zu lösen", sagte Samaras am Montag in der Hauptstadt Athen. "Den meisten Experten zufolge" werde es aber "weder Jahrzehnte noch mehrere Generationen, sondern nur sechs Jahre dauern", bis das Land die Wirtschaftskraft und den Lebensstandard von vor dem Beginn der Krise wieder erreiche.

Griechenland steckt seit dem Jahr 2008 in der Rezession. Mit Milliardenkrediten wurde das Land vor dem Staatsbankrott bewahrt. Im Gegenzug verpflichteten die Gläubiger aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds die Regierung zu massiven Einsparungen im Staatshaushalt, wogegen es in der Bevölkerung großen Widerstand gibt.

  • afp
Startseite

15 Kommentare zu "Antonis Samaras: Griechenland will in sechs Jahren auf Vorkrisen-Niveau"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Vielen Dank für diesen Artikel, den man vor der Wahl doch ein wenig kleinhält.
    Man muss doch einfach nur ein paar Fragen stellen, die wahrheitsgemäß beantwortet werden sollen:
    Wie hoch muss das Wachstum Griechenlands sein um in 6 Jahren auf Vorkrisenniveau zu sein? Sicherlich übersteigt dieses Wachstum bei weitem das deutsche Wachstum. Das wirft die nächste Frage auf: Wer soll dieses Wachstum denn generieren? Die Leute stehen auf der Straße, haben keine Arbeit, die staatlichen Unternehmen werden gerade verramscht. Die Einnahmen daraus fallen weg. Die Investitionen bleiben aus.
    Wie wird denn eigentlich die Staatsverschuldung in 6 Jahre aussehen? Wie und in welcher Höhe werden die Zinsen getilgt werden? Und dann muss man sich mal überlegen, dass die Verbindlichkeiten, die man vor der Euroeinführung in die Zukunft gebucht hat, jetzt fällig werden. Und das sind rieeeeesige Summen, die da fällig werden.
    Also, bei aller Liebe, aber das wird nicht funktionieren.

  • Das wird doch gemacht. Nur dass halt die Adoption ein Pflegeverhältnis ist.

  • Das Maß und der Umfang der Lügen im Zusammenhang mit dem EURO erinnert mich an die permanent gefälschten Zahlen in der DDR und im Ostblock...

  • ...warum adoptieren wir Griechenland nicht als 16. Bundesland und sorgen über den Länderfinanzausgleich und Solizuschlag für blühende Landschaften bis Mitte kommenden Jahres?

  • Ach nur 6 Jahre, ob er dann noch Präsident ist?
    Wahrscheinlich in wohlverdienter Rente...oder?
    Idioten an der Spitze Griechenlands haben Tradition.
    Das Schnorrervolk wählt sich seinen Oberschnorrer und verspricht dann morgen wirklich anfangen wollen, zu arbeiten.

    Nicht mit uns...

  • Zitat:

    "Den meisten Experten zufolge" werde es aber "weder Jahrzehnte noch mehrere Generationen, sondern nur sechs Jahre dauern", bis das Land die Wirtschaftskraft und den Lebensstandard von vor dem Beginn der Krise wieder erreiche.

    Wer das als Zukunftsvision ausgibt hat die Situation nicht verstanden. Der Lebensstandard vor der Krise war Konsumieren auf Pump. Wenn der wieder erreicht werden soll ist jegliche Unterstützung einzustellen. Griechenland kann nur auf niedrigerem Niveau weitermachen.

    Die Einschätzungen Griechischer Führungskräfte bestätigen mich in der Meinung, dieses Land von deutschem Steuerzahlergeld absägen zu müssen. Wenn man GR den Finger reicht reissen die einem den Arm ab.

    Deshalb AfD

  • Ohne Investitionen kein Wachstum

    Griechenland hat jedes Vertrauen verspielt. Griechenland hat gezeigt, dass es bereit ist in vertraglich zugesicherte Rechte einzugreifen, wenn dies zum Vorteil des Landes ist. Investoren können dort keine Rechtssicherheit erwarten. Selbst das Investitionsschutzabkommen mit Deutschland hat sich als wirkungslos erwiesen.

    Wie will Griechenland das Vertrauen der Investoren wieder gewinnen? Dafür wird wohl eine neue Generation heranwachsen heranwachsen müssen.

  • In ein paar hunder Jahren wird man sich eine weitere griechische Sage/legende erzählen: "Griechenland auf dem guten Weg".
    Selten so gelacht, Herr Samaras. Seit seiner Gründung vor gut 200 Jahren hat Griechenland noch niemlas ordentlich gewirtschaftet, sondern war ständig in Zahlungsschwierigkeiten oder völlig pleite.

  • "Griechenland soll in sechs Jahren auf Vorkrisen-Niveau sein"
    Dafür müsste Griechenland rein rechnerisch eine jährliche Zuwachsrate von ca. 8% haben. Und zwar ab sofort. Vielleicht klappt das, wenn Griechenland sich von China kaufen lässt...

  • "Griechenland zahlt alle seine Schulden zurück"

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%