Antrittsbesuch in Rom
Merkel trifft auf Berlusconi

Bei ihrem Antrittsbesuch in Rom hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag die traditionell guten Beziehungen zwischen Deutschland und Italien gewürdigt. Sie sei in die italienische Hauptstadt gekommen, um sich vorzustellen, sagte Merkel vor einem Abendessen mit dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi.

HB ROM. Deutschland und Italien wollen künftig vor allem in der Außenpolitik enger zusammenarbeiten. „Besonders in Bezug auf die transatlantische Politik bin ich sicher, dass wir mit der neuen deutschen Regierung frühere Differenzen beilegen können“, sagte Berlusconi beim Antrittsbesuch von Angela Merkel. Italien gilt mit einem Kontingent von fast 3000 Soldaten im Irak als einer der engsten Verbündeten der USA und hatte beim Irak-Konflikt traditionell eine andere Haltung als die Regierung von Gerhard Schröder.

Merkel betonte, dass sie bereits in der Vergangenheit bei Treffen der Europäischen Volkspartei Gelegenheit hatte, mit Berlusconi gemeinsame Ideen auszutauschen. Sie war am Abend zu einem nur wenige Stunden dauernden Kurztrip in die Ewige Stadt gereist. Nach einem Treffen mit Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi kam sie mit Berlusconi zum Abendessen zusammen. „Ich hoffe, dass Ihnen die mediterrane Diät gefällt“, scherzte der italienische Regierungschef.

Bei den Gesprächen wollten Berlusconi und Merkel vor allem europapolitische und bilaterale Fragen abstimmen. Der Ministerpräsident lobte unter anderem Merkels Rolle als „Protagonistin“ bei der Einigung der 25 Euro-Mitgliedstaaten in Brüssel auf einen Finanzplan von 2007 bis 2013: „Ihre Führungs- Qualitäten, ihre Vision und ihre Fähigkeit, als Frau Probleme konkret zu lösen, habe ich sehr geschätzt“, betonte Berlusconi.

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