Antrittsbesuche: Paris, EU, Nato
Merkel setzt im Ausland erste Akzente

Die erste Auslandsreise führt deutsche Bundeskanzler traditionell nach Frankreich, Angela Merkel tat es nicht anders, ehe sie weiter nach Brüssel reiste. Bei ihren Besuchen betonte die neue Regierungschefin die Bedeutung der engen deutschen-französischen Freundschaft und die Stärkung des transatlantischen Verhältnisses.

HB PARIS/BRÜSSEL. „Ich bin guten Mutes, dass es uns gelingt, die herzliche Beziehung fortzuentwickeln“, sagte Merkel (CDU) nach einem Treffen mit Staatspräsident Jacques Chirac am Mittwoch in Paris, das sie symbolisch wichtig für ihren ersten Antrittsbesuch gewählt hatte.

Chirac, der mit Merkels Vorgänger Gerhard Schröder eine enge politische und persönliche Beziehung gepflegt hatte, betonte ebenfalls die Bedeutung der deutsch-französischen Sonderbeziehung für die Europäische Union (EU). Bei der Nato in Brüssel forderte Merkel zu einer Stärkung der politischen Rolle des Bündnisses auf. Die Allianz müsse der erste Ort für sicherheitspolitische Diskussionen sein. Das deutsch-amerikanische Verhältnis gelte es weiterzuentwickeln.


» Fotostrecke: Die erste Auslandsreise der Kanzlerin



Bei ihrem Gespräch und der gemeinsamen Pressekonferenz, auf die ein Mittagessen folgte, waren Merkel und Chirac sichtbar um Einigkeit bemüht. Merkel wurde von Chirac mit einem angedeuteten Handkuss begrüßt und in den Elysee-Palast geführt. Die Kanzlerin nannte die enge Freundschaft beider Staaten angesichts ihrer Geschichte ein großes Wunder. „Das muss gepflegt werden.“ Chirac dankte Merkel dafür, dass sie ihre erste Auslandsreise nach der Kanzlerwahl vom Dienstag nach Paris führte. „Ich danke Ihnen sehr für diese Geste, dies ist ein Zeichen der Freundschaft, eine große Ehre“, sagte der Präsident. Merkel setzte mit dem Antrittsbesuch in Paris eine Tradition ihrer Vorgänger fort. „Es geht mir nicht bei diesem Besuch um ein Ritual“, sagte sie.

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