Anwälte verschieben aus Sicherheitsgründen Reise in den Irak
Saddam wartet vergeblich auf Rechtsbeistand

Aufgrund mangelnder Sicherheit und fehlender Kommunikation, hat der ehemalige irakische Machthaber Saddam Hussein noch immer keinen Kontakt zu seinen Anwälten. Hussein zweifelt an der Rechtmäßigkeit seines Gerichtsverfahrens, dass vor einer Woche formal eingeleitet worden war.

HB AMMAN/BAGDAD. Eine Gruppe internationaler Rechtsanwälte, die den gestürzten irakischen Machthaber Saddam Hussein verteidigen will, hat ihre Reise in den Irak aus Sicherheitsgründen verschoben.

„Wir haben entschieden, die Reise zu verschieben, weil uns die irakischen Behörden und die Amerikaner keinen Schutz gewähren wollten“, erklärte der jordanische Rechtsanwalt Mohammed Raschdan am Donnerstag in Amman. „Wenn sie wirklich für Demokratie und Menschenrechte eintreten, dann sollten sie uns Schutz gewähren“, fügte er hinzu.

Die Anwälte wollten nach Bagdad reisen, um sich von Saddam Hussein ein Mandat erteilen zu lassen. Derzeit sind sie wegen der fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten mit dem hermetisch abgeschirmten Saddam lediglich von dessen Ehefrau Sadschida beauftragt. Der ehemalige Machthaber wurde am 13. Dezember vergangenen Jahres von US-Truppen gefangen genommen. Am 30. Juni wurde er formal den irakischen Behörden überstellt, bleibt aber weiter in der Obhut des US-Militärs.

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