Anwendung bei Mord, Entführung und Drogendelikten
Irakische Regierung führt Todesstrafe wieder ein

Im Irak gilt künftig wieder die Todesstrafe. Die Übergangsregierung habe die Wiedereinführung der Todesstrafe beschlossen, teilte der irakische Staatsminister Adnan el Dschanabi am Sonntag auf einer Pressekonferenz mit.

HB BAGDAD. Damit sollen Verbrechen wie Mord, Entführung und Drogendelikte geahndet werden. Ob sie auch gegen den gestürzten Regierungschef Saddam Hussein verhängt werden könnte, wollten die Regierungsmitglieder nicht sagen. Die Wiedereinführung habe „mit der Sicherheitssituation im Irak zu tun“, sagte Staatsminister Adnan al-Dschanabi.

Die Todesstrafe war vom ehemaligen US-Zivilverwalter im Irak, Paul Bremer, im Mai 2003 ausgesetzt worden. In den vergangenen Wochen sind von der irakischen Justiz bereits Todesurteile verkündet, aber noch nicht vollstreckt worden. Die Europäische Union hatte die Übergangsregierung von der Wiedereinführung abhalten wollen. Auf der Pressekonferenz hieß es am Sonntag in Bagdad, sie sei notwendig, um der anschwellenden Welle von Gewalt und Verbrechen Einhalt zu gebieten.

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