Apec-Gipfel
Bush ermuntern Pazifikregion zum Freihandel

Mit dem Dreisatz „freie Märkte, Freihandel und freie Menschen“ hat US-Präsident George W. Bush die Agenda der USA gegenüber den Staaten der Pazifikregion auf der Apec-Konferenz umrissen. Angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sei es wichtig, an Marktwirtschaft und Freihandel festzuhalten.

HB LIMA. Die USA setzten auf "freie Märkte, Freihandel und freie Menschen", sagte der scheidende Staatschef am Samstag vor Unternehmern im Rahmen des Apec-Gipfels in der peruanischen Hauptstadt Lima. Die Welt werde zwar von "schweren Turbulenzen" erschüttert, zugleich sei aber auch eine "nie dagewesene Zusammenarbeit" zu beobachten. Leitlinien müssten die Beschlüsse des Krisengipfel der G20 vom vergangenen Wochenende in Washington sein.

"Aber ich glaube nicht, dass wir alle Probleme bei nur einem Treffen oder nur mit einer Handvoll von Ländern lösen können", fügte Bush hinzu. In Lima wollten die Staats- und Regierungschefs von 21 Pazifikanrainern bei ihrem jährlichen Gipfeltreffen bis Sonntag über Auswege aus der Krise debattieren und die Kooperation weiter vertiefen. Neun der Apec-Mitglieder waren auch beim G20-Gipfel in Washington dabei. Die Apec (Asia Pacific Economic Cooperation) gibt es seit 1989.

Bush hob hervor, dass die Welt derzeit Zeuge einer "dramatischen" Verlagerung der wirtschaftlichen und politischen Zentren von "West nach Ost, vom Atlantik zum Pazifik" werde. Die Apec-Mitglieder wie zum Beispiel China oder Peru weisen das höchste Wirtschaftswachstum weltweit mit zweistelligen Zuwachsraten auf.

Amerika fürchte sich davor aber nicht: "Die USA sind eine pazifische Nation", betonte Bush. "Wir begrüßen neue Käufer unserer Produkte und neue Investoren, aber auch neue Konkurrenten, die auch unsere Arbeiter effizienter machen werden", fügte Bush hinzu. Die US- Autoindustrie ist jedoch unter anderem wegen der Konkurrenz asiatischer Hersteller in eine schwere Krise geraten.

In Lima hatte Bush bereits am Vorabend mit Chinas Präsidenten Hu Jintao unter anderem über Nordkorea gesprochen. Kolumbiens Präsidenten Alvaro Uribe, der nur als Beobachter angereist war, traf er zum Kaffee. Weitere Treffen unter anderem mit Russlands Präsidenten Dmitri Medwedew waren geplant.

Indirekt ging der US-Präsident auch auf die langanhaltende Kritik ein, während seiner zwei Amtszeiten Lateinamerika vernachlässigt zu haben. Er zog eine positive Bilanz seiner Lateinamerikapolitik und hob die häufigen Besuche in der Region hervor. "Sogar jetzt, wo ich auf die Rente zugehe, führt mich meine letzte Reise zu einem Apec- Gipfel in Lima", sagte er. Zuvor hatte ihn ein Moderator während einer überlangen Ankündigungsrede von mehr als fünf Minuten etwas verloren neben dem Redepult warten lassen.

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