Apec-Gipfel
China will Zollschranken im IT-Handel abbauen

Für den Rest der Welt will sich die asiatisch-pazifische Wirtschaftsgemeinschaft öffnen, vor allem aber besprechen die Länder den Abbau von Handelsschranken untereinander. Am Rande kam es zu einem überraschenden Treffen.
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PekingDie USA und China haben zum Auftakt des Gipfels der asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Peking bei ihren Gesprächen über den Abbau von Zollschranken im Handel mit IT-Produkten einen Durchbruch erzielt.

Der US-Außenhandelsbeauftragte Michael Froman erklärte am Dienstag, er gehe davon aus, dass die Einigung den Weg zu weiteren Verhandlungen über das Information Technology Agreement (ITA) in Genf ebnet. Die USA und andere Länder hatten gehofft, dass China das ITA ratifiziert und somit die Zölle auf einigen IT-Produkten abschaffen muss.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping rief die Apec zu engerer Kooperation und wirtschaftlicher Integration auf. Zum Auftakt des zweiten Tages der Beratungen der Staats- und Regierungschefs am Dienstag in Peking warnte der chinesische Präsident, dass die Weltwirtschaft weiter „unberechenbar und instabil“ sei.

Um neue Wachstumsmechanismen zu schaffen, sollten die 21 Pazifik-Anrainer ihre Bemühungen verstärken, um die verschiedenen Märkte mit neuen Infrastrukturprojekten über Wirtschaftskorridore enger zu verbinden. Bessere Anbindungen müsse es auch durch eine Vereinfachung von Regeln und Vorschriften für den wirtschaftlichen Austausch geben, sagte Xi Jinping.

„Wir müssen die geschlossenen Türen innerhalb von Apec aufstoßen und die Gemeinschaft zum Rest der Welt öffnen“, sagte Xi Jinping in einer Rede vor den Führern der Asien-Pazifik-Region, die in dem neu gebauten Tagungszentrum eine Stunde außerhalb von Peking am Yanqi-See im Vorort Huairou zusammengekommen waren.

Im Mittelpunkt stehen ein Ausbau der Zusammenarbeit und die Bemühungen für einen Abbau von Zollschranken und freieren Handel in der Region, die fast die Hälfte des Handels und mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung der Welt repräsentiert.

Neues Wachstum könne nur durch Reform, Innovation und strukturelle Anpassungen erzeugt werden, sagte Chinas Präsident. Apec müsse „eine führende Rolle in der regionalen wirtschaftlichen Integration“ spielen. Dem Markt müsse erlaubt werden, eine entscheidende Rolle bei der Verteilung der Ressourcen zu spielen.

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  • Selbst für die Leser deutscher NATO-Medien fällt auf, wie sehr sich neue Panzerbeschaffungen für die Bundeswehr und der Redeinhalt der Bundeskanzlerin im Plenum des Reichstages entsprechen.
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    Vom gemeinsamen Haus Europa bleibt offenkundig noch nicht mal mehr eine Ruine übrig. Da wird auf den russischen Präsidenten verbal mit dem Finger gezeigt und ihm eine Bringschuld für das Ende der Kampfhandlungen in der Ostukraine abverlangt. Wie wäre es denn einmal damit, sich selbst die Pflicht aufzuerlegen, nicht an einem völkerrechtswidrigen Krieg nach dem anderen teilzunehmen.
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    Dazu könnte auch durchaus gehören, die deutschen parteinahen Stiftungen in europäischen Nachbarstaaten nicht an Aktionen beteiligt zu sehen, die durchaus als Putsch gegen legitime Regierungen fremder Staaten gewertet werden können.

  • MAL NACHDENKEN

    Aber auch merkwürdig dass Putin der Einzige ist der immer wieder auf die Aufklärung des MH-17 Absturzes pocht, während die westlichen Staatschefs das Thema aus der Öffentlichkeit verdrängen wollen und eine Aufklärung nicht in deren Interesse ist...

  • Man sehe sich die schon lange anhaltende desaströse Außenhandelsbilanz der USA an, um zu verstehen, warum das Land nach außen den Rüpel gibt für "Freund" und Feind.

    Aufgrund der Zerstörung des PETRO-DOLLARS (in China wurde der Grundstein dazu gelegt) wird es bald dazu kommen, dass die USA in einer multipolaren Welt nicht mehr wie bisher ihren gigantischen Militärapparat per Dollar-Drucken finanzieren können.

    Dann ist Schluss mit lustig ... mit Importüberschüssen von jährlich bis 500 Milliarden Dollar oder mehr .
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    Und auch Schluss mit dem Solo-Supermachtstatus .

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