Apec-Gipfel
Donald Trump rechnet mit China ab

Die Zeit des Lächelns ist vorbei: Nach seinem betont harmonischen China-Besuch gibt sich der US-Präsident auf dem Apec-Gipfel angriffslustig. Es ist klar, an wen sich seine Worte richten.
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Da NangAuf seine Abrechnung mit China lässt Donald Trump nicht lange warten. In Peking lobte er Präsident Xi Jinping noch als „hochangesehenen und mächtigen“ Staatsmann. Bereits wenige Stunden nach seiner Abreise geht der US-Präsident gegenüber der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt wieder in die Offensive. Auf dem Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft Apec in der vietnamesischen Stadt Da Nang prangert der Politiker in einer angriffslustigen Rede seiner Meinung nach unfaire Handelspraktiken an – und lässt keinen Zweifel, an wen sich seine Kritik richtet.

„Wir werden es nicht erlauben, dass die Vereinigten Staaten weiter ausgenutzt werden“, ruft er vor rund 2000 Delegierten in sein Mikrofon. „Wir werden bei wirtschaftlicher Aggression und Betrügereien nicht länger zusehen. Wir werden den dreisten Diebstahl unseres geistigen Eigentums nicht länger tolerieren.“ Und er wolle nicht mehr akzeptieren, wenn US-Firmen im Austausch gegen Marktzugang in Joint-Ventures gezwungen werden.

Es ist eine Tirade, mit der er sich eindeutig in erster Linie an China wendet. Trump verzichtet aber darauf, den Adressaten beim Namen zu nennen: „Wir haben unsere Handelsbarrieren gesenkt“, sagt Trump. Andere Länder hätten jedoch gleichzeitig über massive Subventionen und Staatsunternehmen die Märkte verzerrt. „Sie betreiben Preisdumping, Währungsmanipulation und eine raubtierhafte Politik“, beklagt Trump. Die Welt habe zu lange auf fairen Handel gewartet. „Deshalb bin ich heute hier.“

Für den offensiven Auftritt bekommt Trump nur wenig Applaus. Auch dass er zuvor die Apec-Länder ausführlich für ihre wirtschaftlichen Erfolge lobte, kann der Rede nicht ihren aggressiven Grundton nehmen. Die Gegend, die Trump als „Indo-Pazifik“ bezeichnet, habe eine „unglaubliche Transformation“ hinter sich. In Vietnam habe noch Anfang der 1990er-Jahre die Hälfte der Bevölkerung von nur ein paar Dollar am Tag gelebt. Heute sei das Land eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. In Indonesien hätten sich Millionen aus der Armut hochgearbeitet. Thailand verfüge mit seiner Hauptstadt Bangkok inzwischen über die meistbesuchte Stadt der Welt.

Trump lobt auch die Philippinen, Malaysia und Singapur und betont, mit allen Apec-Ländern bilaterale Handelsverträge abschließen zu wollen. Er bekräftigt aber gleichzeitig seine Absage an länderübergreifende Freihandelsverträge wie die geplante transpazifische Partnerschaft TPP, aus der sich Trump bereits ganz zu Beginn seiner Präsidentschaft zurückgezogen hat: „Wir werden uns nicht länger auf große Vereinbarungen einlassen, die uns die Hände binden und in denen wir unsere Souveränität aufgeben müssen.“

Mit den Worten „Gott schütze Amerika“ verabschiedet sich der US-Präsident - und überlässt die Bühne in Da Nang Chinas Präsidenten Xi. Dieser spricht zwar nur wenige Minuten nach seinem amerikanischen Amtskollegen, doch Trump bleibt für die Rede nicht im Raum. Er trifft sich stattdessen in seinem Hotel mit amerikanischen Vietnamkriegsveteranen.

Kommentare zu " Apec-Gipfel: Donald Trump rechnet mit China ab"

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  • Papalapap Herr Trump ist der Größte und hat gerade für 250 Milliarden Dollar Geschäfte mit China in die USA geholt. Der deutsche Bundeshaushalt ist wie hoch ?
    Amerika zu erst, das macht der Mann, so wie dem Wähler versprochen.

  • Trump ist der größte Dummschwätzer in der Position des US-Präsidenten aller Zeiten und hat kein Rückgrat, man könnte auch Feigling oder Armleuchter sagen. Sonst hätte er in China dem Herrn Xi bereits das gesagt, was er jetzt heraus trumpetet.

  • >> Die Zeit des Lächelns ist vorbei: Nach seinem betont harmonischen China-Besuch gibt sich der US-Präsident auf dem Apec-Gipfel angriffslustig. Es ist klar, an wen sich seine Worte richten. >>

    Wer nimmt denn das Plappern des PARADIUESVOGELS TRUMP noch für eine bare Münze.......?

    Nicht man die Vietnamesen !


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